Die Ortschaft Mitterbrunnwald ist Teil der Katastralgemeinde Bernhardschlag sowie des ZählsprengelsBernhardschlag und umfasst 28Adressen (Stand 1.April 2020).
Die Ortschaft wurde als „Mittern Prunnwald“ erstmals in der Josephinischen Landesaufnahme um 1775 beschrieben. Der Name bezieht sich auf den bereits 1435 erstmals erwähnten Brunnwald und wird mit der näheren Bestimmung „Mitter-“ gegenüber den Nachbarsiedlungen Oberbrunnwald und Unterbrunnwald abgegrenzt.
Im Jahr 1786 wurden die Ortschaften Oberbrunnwald, Mitterbrunnwald und Unterbrunnwald im Zuge der Pfarrregulierung durch Kaiser Joseph II. in das Pfarrgebiet Traberg eingegliedert.
Im Jahr 1938 waren in der Ortschaft Mitterbrunnwald ein Müller mit Sägewerk, ein Viehhändler, ein Wasenmeister und ein Landwirt ansässig.
Infrastruktur
Die Gemeindestraße Mitterbrunnwald wurde im Jahr 1959 ausgebaut.
Freizeit
Der Radrundweg S2 Brunnwald-Runde führt unter anderem durch alle vier Ortschaften, die nach dem Forstgebiet Brunnwald benannt sind.
Literatur
Marktgemeinde Vorderweißenbach (Hrsg.): Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. Der Stern im Böhmerwald. Sternstein Verlag, Bad Leonfelden 2025, ISBN 978-3-902865-25-0. Darin mit Bezug zur Ortschaft Mitterbrunnwald:
Kapitel 7. Ende der Monarchie, Weltkriege, Wiederaufbau und Eiserner Vorhang. S. 105–146, Abschnitt Gefallene der beiden Weltkriege aus der Gemeinde Vorderweißenbach. S. 126–127.
Kapitel 8. Gemeinde sind wir alle. S. 149–190.
Kapitel 9. Religiöse Spuren – Pfarre – Pfarrkirche. S. 191–246.
Kapitel 15. Verkehrserschließung in unserer Gemeinde. S. 367–374 (Autor: Otto Kastner).
Kapitel 20. Hausbesitzer von 1750–1940. S. 467–507 (Autoren: Sonja und Johann Pammer), Abschnitt „Brunnwald“ S. 484–485, „Unterbrunnwald“ S. 486, „Mitterbrunnwald“ S. 487–488, „Oberbrunnwald“ S. 489–490.
Edmund Grabner (Hrsg.), Stefan Grasböck, Reinhard Hauer: Zeichen am Weg. Kleindenkmäler in der Marktgemeinde und Pfarre Vorderweißenbach. Arbeitskreis Kultur und Bildung des Vereins „Dorferneuerung Vorderweißenbach“, 2008, S. 162–181 (Inhaltsverzeichnis auf obvsg.at).
↑Statistik Austria (Hrsg.):Ortsverzeichnis Oberösterreich 2001. Verlag Österreich, Wien 2005, ISBN 3-902452-43-9, S.343 (statistik.at[PDF; abgerufen am 4.Februar 2026]).
↑Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band10). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 978-3-7001-3676-7, S.92, Nr.10.2.6.5(Kapitel „Brunnwald ZH 18–52; Brunnwaldhäuseln ZH von Brunnwald; Schloß Brunnwald Schl von Brunnwald; Mitterbrunnwald ZH 20–79; Oberbrunnwald R 18–82 = 10.2.1.2 Brunnwald, Ober-; Unter- / Oberneukirchen = Brunnwald, Ober- / Pol. Bez. Rohrbach“; Details siehe den Ortschaftsartikel Brunnwald).
↑Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. 2025, S. 204 (Die Ortschaften Brunnwald, Amesberg, Amesschlag und Ortschlag gehören ebenfalls nicht zur Pfarre Vorderweißenbach, sondern seit jeher zur Pfarre Leonfelden).