| Précilhon | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Pyrénées-Atlantiques (64) | |
| Arrondissement | Oloron-Sainte-Marie | |
| Kanton | Oloron-Sainte-Marie-2 | |
| Gemeindeverband | Haut Béarn | |
| Koordinaten | 43° 12′ N, 0° 35′ W | |
| Höhe | 235–350 m | |
| Fläche | 6,39 km² | |
| Einwohner | 409 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 64 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 64400 | |
| INSEE-Code | 64460 | |
| Website | mairie-precilhon.fr | |
Pfarrkirche Saint-Martin | ||
Précilhon ist eine französische Gemeinde mit 409 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Oloron-Sainte-Marie-2 (bis 2015: Kanton Oloron-Sainte-Marie-Est).
Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Landgut des Priscillius“. Die Bewohner werden Précilhonais und Précilhonaises genannt.
Précilhon liegt ca. 2 km östlich und damit im urbanen Einzugsbereich von Oloron-Sainte-Marie in der historischen Provinz Béarn.
Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:
| Goès | Estialescq | |
| Escout | ||
| Oloron-Sainte-Marie |
Précilhon liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Das Flüsschen Escou und der Laberou, Nebenflüsse des Gave d’Oloron, durchqueren das Gebiet der Gemeinde ebenso wie der Gabarn, die Grabette, der Ruisseau l’Arrigastou und der Ruisseau des Bers.
Ein Dolmen aus dem Endneolithikum, der bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. als Ort der Grablegung genutzt wurde, zeigt eine frühe und kontinuierliche Existenz von Menschen in diesem Landstrich an.
Die Gemeinde hat ihren Ursprung in der gallorömischen Zeit, ihre erste Erwähnung in einem Dokument, das das Recht der Bewohner von Sainte-Marie regelte, ihre Tiere im Wald von Barbeille weiden zu lassen. Es sind die Abgrenzungen der Bewirtschaftung des Waldes, die das Fundament des Dorfes bilden. Bei der Volkszählung im Béarn im Jahre 1385 wurden in Précilhon 30 Haushalte gezählt. Das Dorf unterstand der Bailliage von Oloron. Weitere Volkszählungen zwischen 1549 und 1777 ergaben eine stabile Größe und geringe Mobilität. Die Gemeinde unterstand für einen längeren Zeitraum dem gleichen Grundherrn, dem Baron von Gayrosse, später der Familie de Luger, anschließend der Familie de Courrèges.
Toponyme und Erwähnungen von Précilhon waren:
Nach einem Höchststand der Einwohnerzahl von rund 500 in der Mitte des 19. Jahrhunderts reduzierte sich die Zahl in der Folgezeit auf ein Niveau zwischen rund 250 und 340 Einwohner. Seit der Jahrtausendwende ist ein Wachstumstrend zu verzeichnen.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2009 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 290 | 254 | 299 | 295 | 320 | 355 | 361 | 354 | 409 |

Précilhon liegt in der Zone AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch.
Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule mit 25 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.
Ein leichter Rundweg von 9,4 km Länge und einem Höhenunterschied von 270 m führt von Goès oder Précilhon durch den Wald von Précilhon und dort u. a. am Dolmen Darre la Peyre vorbei.
Précilhon wird durchquert von der Nationalstraße 134 und den Routes départementales 24 und 116.
Die Linie 63 des TER Aquitaine, einer Regionalbahn der staatlichen SNCF, bedient die Strecke von Pau nach Bedous über Oloron-Sainte-Marie, den heute betriebenen Teil der Bahnstrecke Pau–Canfranc. Der Schienenweg durchquert das Gemeindegebiet, aber die Gemeinde hat keinen Haltepunkt.