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Heute im Review

Die brennende Altalena vor Tel Aviv, Aufnahme von Hans Pinn

Als Altalena-Affäre wird die bewaff­nete Auseinander­setzung zwischen den israe­li­schen Truppen und der zionis­ti­schen Unter­grund­or­ga­ni­sation Irgun im Juni 1948 bezeichnet, einige Wochen nach der Staats­grün­dung Israels. Auslöser war die Ankunft des von Frank­reich kommenden Schiffs Alta­lena, das während des ersten Waffen­still­standes im Paläs­tina­krieg mehrere Hundert Einwan­derer und Irgun­an­ge­hö­rige sowie große Waffen­be­stände an die israe­lische Küste brachte. Die Regie­rung war über den Trans­port infor­miert. Verhand­lungen über die Vertei­lung der Waffen schei­terten, da sie eine selbst­stän­dige mili­tä­ri­sche Verfü­gungs­macht der Irgun neben den neu gebil­deten Truppen ablehnte. Nach ersten Gefechten bei Kfar Vitkin fuhr das Schiff nach Tel Aviv, wo es am 22. Juni auf Befehl der Regie­rung David Ben-Gurions beschossen und in Brand gesteckt wurde. Bei den Kämpfen kamen sech­zehn Irgun­an­ge­hö­rige und drei Soldaten um, ein weiterer inner­jü­di­scher Konflikt konnte auch durch Mena­chem Begins Aufruf zum Verzicht auf Vergel­tungs­maß­nahmen begrenzt werden. Der Vorgang festigte den Anspruch der israe­li­schen Regie­rung auf das staat­liche Gewalt­mo­nopol, vertiefte aber zugleich die Gegen­sätze zwischen dem arbeiter­zionis­ti­schen und dem revi­sionis­tisch-zionis­ti­schen Lager und blieb bis in die Gegen­wart Gegen­stand poli­ti­scher Erin­nerungen.

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