vom Wort „bada“ her: Ansiedelung in einer tiefen Lage
vom Wort „path“ her: Ansiedelung in einem Sumpftal
Geschichte
1472 ist Pathal im Zusammenhang mit dem Zehent- und Widenverkauf von Haug von Parsberg an drei Velburger genannt. 1552 erwarben die Wiesbecken als Besitzer der Herrschaft Velburg von Haug von Parsberg Besitz in Pathal. Um 1600 verfügte dort das Amt Velburg unter den Wiesbecken über 3 Höfe und 1 Gut. Am Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Pathal unter dem Amt Velburg weiterhin aus diesen 4 Anwesen, nämlich aus 2 ganzen Höfen der Untertanen Schweiger und Franckh, dem Halbhof des Untertans Eichsenseer und einem „Gütl“ des Untertans Schweiger; auch gab es ein gemeindliches Hirtenhaus.
Die Kinder gingen spätestens seit dem 19. Jahrhundert in den Pfarrort Klapfenberg zur Schule, wo der Lehrer um 1835 gleichzeitig Organist und Mesner war.
Einwohner- und Gebäudezahl
1836: 30 Einwohner, 4 Häuser,
1861: 26 Einwohner, 18 Gebäude,
1871: 28 Einwohner, 15 Gebäude, im Jahr 1873 mit einem Großviehbestand von 6 Pferden und 30 Stück Rindvieh,
1900: 34 Einwohner, 5 Wohngebäude,
1925: 27 Einwohner, 4 Wohngebäude,
1938: 34 Einwohner (Katholiken),
1950: 34 Einwohner, 5 Wohngebäude,
1987: 21 Einwohner, 6 Wohngebäude, 6 Wohnungen.
Auch heute besteht der Weiler aus 6 Anwesen mit Wohnhäusern.
Kirchliche Verhältnisse
Pathal liegt seit altersher im Sprengel der katholischen Pfarrei Klapfenberg im Bistum Eichstätt. 1554 wurde unter Pfalz-Neuburg die Reformation eingeführt; die Rekatholisierung erfolgte 1618. Den jeweiligen Glaubenswechsel mussten auch die Untertanen in Pathal vollziehen.
Baudenkmäler
In Pathal 3 sind das Bauernhaus, ein Walmdachbau aus dem 17. Jahrhundert, in Pathal 3a die Hofkapelle St. Marien von 1858 Baudenkmäler.
Literatur
Franz Xaver Buchner:Das Bistum Eichstätt. Historisch-statistische Beschreibung, auf Grund der Literatur, der Registratur des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt sowie der pfarramtlichen Berichte. Band2: K–Z. Broenner & Daentler, Eichstätt 1938, DNB365380032 (Digitalisat).
Manfred Jehle:Parsberg: Pflegämter Hemau, Laaber, Beratzhausen (Ehrenfels), Lupburg, Velburg, Mannritterlehengut Lutzmannschein, Ämter Hohenfels, Helfenberg, Reichsherrschaften Breitenegg, Parsberg, Amt Hohenburg (=Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. I, 51). Michael Laßleben, Kallmünz 1981, ISBN 3-7696-9916-5 (Digitalisat).
↑Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 163