Der Konstrukteur Vrard, der zuvor für Automobiles Léon Bollée und De Dion-Bouton tätig war, stellte bereits 1904 einen Prototyp her und präsentierte ihn auf dem Pariser Automobilsalon. 1907 gründete er das Unternehmen Automobiles Stabilia in Neuilly-sur-Seine zur Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete Stabilia. 1911 erfolgte eine Umfirmierung in Giraldy et Vrard. Die Produktion fand nun in Neuilly und Asnières-sur-Seine statt. 1920 erfolgte eine erneute Umbenennung in Vrard et Cie und die Beschränkung auf den Produktionsort Asnières. 1930 endete die Produktion.
Fahrzeuge
1904 entstand nur ein Prototyp. 1908 erschien das erste Serienmodell mit einem Vierzylindermotor und 2200cm³ Hubraum. Bereits sehr früh verwendete Stabilia die Underslung-Bauart und senkte damit sowohl die Bodenfreiheit als auch den Fahrzeugschwerpunkt. Zwischen 1912 und 1914 gab es Modelle mit 1500cm³, 1700cm³ und 2700cm³ Hubraum.
Typen ab 1919:
1919 fand noch keinerlei Automobilproduktion statt.
14 CV Gebaut 1920. Vierzylindermotor mit 2815cm³ Hubraum (Bohrung × Hub 80 × 140mm), Vierganggetriebe. Er wurde sehr rasch durch den 15CV ersetzt, der eine um 5mm vergrößerte Bohrung hatte (Hubraum 3168 cm³). Der Radstand betrug wahlweise 2,85 oder 3,35m. Der Typ wurde bis 1923 gebaut.
12/15 CV hatte 3016cm³ Hubraum (Bohrung × Hub 80 × 150mm); Das Fahrzeug besaß ein 4-Gang-Getriebe.
11 CV Nachfolger des 15CV. Gebaut ab 1924 bis zum Ende der Firma, zumindest ab 1926 in ganz kleinen Stückzahlen. Vierzylindermotor mit rund 2Litern Hubraum. Der Radstand betrug 3,25m.
10 CV Gebaut ab 1924 bis zum Ende der Firma in ganz kleinen Stückzahlen. Vierzylindermotor von Altos, ab 1926 von CIME mit 1495cm³ Hubraum. Der Radstand betrug 2,80m.
Achtzylinder: Erschien als letztes Modell 1930, Achtzylinder-Reihenmotor mit rund 1400cm³ Hubraum, nur 1–2 Prototypen.
Ab 1927 wurde ein kleines Modell von Gobron in Lizenz gefertigt.