| Audrix Audrics | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Vallée Dordogne | |
| Gemeindeverband | Vallée de l’Homme | |
| Koordinaten | 44° 53′ N, 0° 57′ O | |
| Höhe | 60–242 m | |
| Fläche | 6,22 km² | |
| Einwohner | 287 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 46 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24260 | |
| INSEE-Code | 24015 | |
| Website | www.commune-audrix.fr | |
Bürgermeisteramt (Mairie) | ||
Audrix (Aussprache [oˈdʁiks], okzitanisch Audrics) ist ein Ort und südwestfranzösische Gemeinde mit 287 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes de la Vallée de l’Homme. Die Einwohner werden Audrixois und Audrixoises genannt.

Audrix liegt etwa 38 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 56 Kilometer südwestlich von Brive-la-Gaillarde und etwa 21 Kilometer westlich von Sarlat-la-Canéda in der Région naturelle des Périgord noir, Teil des gleichnamigen, touristisch benannten Landesteils. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne, liegt oberhalb des linken Ufers der Vézère, besitzt aber kein ständiges Fließgewässer.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Audrix liegt in der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.
Die Gemeinde liegt auf einer hügeligen, bewaldeten Hochebene, die durch das Tal der Vézère von Nordwesten bis Norden begrenzt wird. Das Gelände steigt von Nord nach Süd nach und nach bis zu Erhebungen von 242 m Höhe an. Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes liegt mit 60 m im Norden an einer Stelle, die der Vézère am nächsten kommt. Der Ortskern befindet sich auf etwa 227 m Meereshöhe.
Etwa 57 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, etwa 42 % werden landwirtschaftlich, hauptsächlich als Grünland genutzt, etwa 1 % entfällt auf Flächen mit Strauch- und/oder Kräutervegetation.
Audrix wird von folgenden vier Gemeinden umgeben:
| Le Bugue | Campagne | |
| Saint-Chamassy | Coux et Bigaroque-Mouzens |

Naturrisiken manifestieren sich in Audrix als
Beim nahezu gesamten Gemeindegebiet besteht eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte zur Vorbeugung von Waldbränden. Wie die Risikokarte zeigt, ist Audrix im südlichen Teil seines Gemeindegebietes mittelmäßig bis stark von der Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.
Audrix besaß einst einen Adelssitz eines Lehens in der Kastellanei Limeuil. Das Gebiet war seit der gallorömischen Zeit besiedelt. Das Toponym erschien in einem Kirchenregister des 13. Jahrhunderts in der Form Audris nach der Errichtung der befestigten Kirche. Er taucht auch in einer latinisierten Schreibweise im 14. Jahrhundert, Audricum (1382), auf. Der Name der Gemeinde hat seinen Ursprung im Namen Audricus, einer Person aus germanischer Herkunft.
Audrix war eines der sieben Erzpriestertümer des Bistums Sarlat, die 1318 von Raymond de Roquecorn, dem ersten Bischof dieser Stadt, gegründet wurden. Dieses Erzpriestertum umfasste acht Pfarreien. Audrix wurde im Verlauf des Hundertjährigen Krieges abwechselnd von den Franzosen und den Engländern besetzt.
| Audrix: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 321 | |||
| 1800 | 292 | |||
| 1806 | 262 | |||
| 1821 | 411 | |||
| 1831 | 424 | |||
| 1836 | 412 | |||
| 1841 | 410 | |||
| 1846 | 451 | |||
| 1851 | 502 | |||
| 1856 | 325 | |||
| 1861 | 429 | |||
| 1866 | 366 | |||
| 1872 | 296 | |||
| 1876 | 289 | |||
| 1881 | 319 | |||
| 1886 | 242 | |||
| 1891 | 233 | |||
| 1896 | 187 | |||
| 1901 | 203 | |||
| 1906 | 210 | |||
| 1911 | 197 | |||
| 1921 | 130 | |||
| 1926 | 142 | |||
| 1931 | 142 | |||
| 1936 | 145 | |||
| 1946 | 140 | |||
| 1954 | 134 | |||
| 1962 | 122 | |||
| 1968 | 116 | |||
| 1975 | 120 | |||
| 1982 | 130 | |||
| 1990 | 180 | |||
| 1999 | 238 | |||
| 2006 | 280 | |||
| 2013 | 288 | |||
| 2020 | 263 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2006 Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Im 19. Jahrhundert hatte der Ort meist zwischen 250 und 500 Einwohner. Die Reblauskrise im Weinbau und der Verlust von Arbeitsplätzen durch die Mechanisierung der Landwirtschaft haben seitdem zu einem deutlichen Bevölkerungsrückgang geführt, der sich jedoch wegen des zunehmenden Tourismus in der Region seit den 1960er Jahren wieder in ein deutliches Wachstum verkehrt hat.
Bis in die heutige Zeit spielt die Landwirtschaft die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde: Der ehemals auch hier betriebene Weinbau ist jedoch nach der Reblauskrise gänzlich aufgegeben worden; Tabak und Mais sind ebenfalls auf dem Rückzug – stattdessen dominieren Felder und Weiden, aber auch Walnuss-, Esskastanien- und Obstbäume die Region. Auch Trüffel und Gänseleberpastete zählen zu den regionalen Produkten. Einige leerstehende Häuser werden als Ferienwohnungen (gîtes) vermietet.
Im Jahre 2022 waren 115 Personen in Audrix erwerbstätig, entsprechend 42,3 % der Gesamtbevölkerung der Gemeinde. Die Zahl der Arbeitslosen ist mit 11 im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (16).
39 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2022 in Audrix wirtschaftlich aktiv:
| Branche | ||
|---|---|---|
| Anzahl | % | |
| Gesamt | 39 | |
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 5 | 12,8 % |
| Baugewerbe | 9 | 23,1 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 9 | 23,1 % |
| Information und Kommunikation | 2 | 5,1 % |
| Finanzen und Versicherungen | 1 | 2,6 % |
| Immobilien | 1 | 2,6 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 6 | 15,4 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 4 | 10,3 % |
| Andere Dienstleistungen | 2 | 5,1 % |
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Rinderzucht. Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 12 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 11 im Jahr 2000, erhöhte sich auf 18 im Jahr 2010 und sank schließlich auf 2 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 83 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verminderte sich von 275 Hektar im Jahre 1988 auf 49 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 22,9 Hektar auf 24,4 Hektar.
Audrix liegt fernab von größeren Verkehrsachsen und ist nur über eine nachgeordnete Departementsstraße und lokale Landstraßen erreichbar.