| Peyrignac | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Le Haut-Périgord noir | |
| Gemeindeverband | Terrassonnais Haut Périgord Noir | |
| Koordinaten | 45° 9′ N, 1° 12′ O | |
| Höhe | 107–308 m | |
| Fläche | 6,30 km² | |
| Einwohner | 577 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 92 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24210 | |
| INSEE-Code | 24324 | |
| Website | peyrignac.fr | |
Peyrignac (Aussprache [peʁiˈɲak], okzitanisch Pairinhac) ist eine französische Gemeinde mit 577 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes Terrassonnais Haut Périgord Noir. Die Bewohner werden Peyrignacois und Peyrignacoises genannt.

Peyrignac liegt etwa 37 Kilometer östlich von Périgueux, etwa 30 Kilometer nördlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 65 Kilometer nordöstlich von Bergerac am östlichen Rand des Départements am Übergang der Landschaft des Périgord central zum Périgord noir. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von den Flüsschen Taravellou, Nuelle und Forêt sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Peyrignac liegt auf der äußersten nordöstlichen Geländestufe, die den letzten Ausläufer des Zentralmassivs bildet und aus kristallinen Gesteinen besteht, die im Paläozoikum, vor dem Karbon, entstanden sind. Die im Gemeindegebiet zutage tretenden Schichten bestehen aus oberflächennahen Bildungen aus Quartär sowie aus Sedimentgesteinen, die teils dem Känozoikum entstammen, andere dem Mesozoikum und dem Paläozoikum.
Das Gemeindegebiet von Peyrignac erstreckt sich über eine besonders nach Nordwesten und Südosten hin bewaldete Hügellandschaft, deren Erhebungen Höhen über 200 m, im Norden über 300 m, erreichen. Sie wird begrenzt von den Tälern der erwähnten Flüsschen und des Cern, der südlich von Peyrignac vorbeifließt. Der topografisch höchste Punkt befindet sich mit 308 m Höhe im äußersten Norden an der Grenze zur Nachbargemeinde Châtres in der Nähe des Lieu-dits Cheyrat. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Süden mit 107 m an der Grenze zur Nachbargemeinde La Bachellerie nahe des Weilers Robinson. Das Zentrum liegt auf etwa 193 m Höhe.
Rund 58 % werden landwirtschaftlich, vorwiegend heterogen, genutzt, rund 29 % sind bewaldet, rund 13 % entfallen auf bebaute Flächen, rund 1 % auf Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen.
Peyrignac wird von folgenden sechs Gemeinden umgeben:
| Châtres | Villac | |
| Saint-Rabier | Beauregard-de-Terrasson | |
| La Bachellerie | Le Lardin-Saint-Lazare |

Natürliche Risiken manifestieren sich in Peyrignac als
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutschungen in den Jahren 1982, 1983 und 1999 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.
Obwohl das Gemeindegebiet in erster Linie an den Gemeindegrenzen bewaldet ist, besteht in großen Teilen zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern. Die Wälder der Départements der ehemaligen Regionen Aquitanien und Poitou-Charentes gelten als besonders brandgefährdet. Für diese Gebiete wurde ein départements- oder départementsübergreifender Plan zum Schutz der Wälder vor Bränden entwickelt.
Wie die Risikokarte zeigt, ist etwa ein Viertel des Gemeindegebiets, im Wesentlichen im Norden und im Süden, von einer mittleren Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Seit dem 1. Oktober 2020 werden in Anwendung des Gesetzes über die Entwicklung von Wohnraum, Entwicklung und digitale Technologie verschiedene Beschränkungen für Verkäufer, Projektleiter oder Bauherren von Immobilien in einem als mittel- oder hochgefährdet eingestuften Gebiet auferlegt.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt.
In einigen Teilen des Landes kann Radon, das sich in manchen Häusern und anderen Gebäuden ansammelt, eine erhebliche Belastung für die Bevölkerung durch ionisierende Strahlung darstellen. Laut der Klassifizierung von 2018 ist die Gemeinde der Zone 2 von 3 zugeordnet, was bedeutet, dass dort ein mittleres Radonpotenzial besteht. Technische Lösungen zur Reduktion der Radonexposition sollten individuell für jedes Gebäude ausgewählt und angepasst werden. Nach der Umsetzung dieser Maßnahmen wird empfohlen, deren Wirksamkeit durch erneute Radonmessungen zu überprüfen.
Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Petit-Bersac besteht die Gefahr von Bodenbewegungen als Senkungen und Einstürze anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind.
Der Name des Dorfes erschien erstmals im 13. Jahrhundert in der latinisierten Form Peyrinhacum, wobei die Buchstabengruppe -nh- wie bei -gn- ausgesprochen wird. Er hat als Ursprung einen gallorömischen Personennamen, Patrinius, gefolgt vom Suffix -acum als Eignertitel (somit Patriniacum, Anwesen des Patrinius). Patrinius ist abgeleitet vom lateinischen patrinus (deutsch (Tauf-)pate), das selbst von pater (deutsch Vater) kommt.
Die Siedlung existiert bereits seit der Antike. Ursprünglich befand sich hier ein römisches Militärlager. Das in erhöhter Lage befindliche Dorf Peyrignac nahm eine strategische Position ein. Im 15. Jahrhundert wurde es daher zu einem englischen Militärstützpunkt, wovon das Schloss La Chapoulie zeugt, dessen Türme von den englischen Besatzern errichtet wurden.
In jüngerer Zeit war die Geschichte von Peyrignac vom Weinbau geprägt. Das Gebiet eignete sich hervorragend für den Anbau von Weinreben, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts 50 % der Gemeindefläche (mehr als 300 Hektar) einnahmen und sich über den Großteil der Hügel zwischen Châtres und dem Tal des Cern erstreckten. Über ein Jahrhundert lang wurden diese Weinberge bewirtschaftet. Die dort erzeugten Weine genossen einen Ruf, der weit über die Grenzen des Départements hinausreichte. Sie standen sogar kurz davor, eine geschützte Herkunftsbezeichnung (Appellation Contrôlée) zu erhalten. Der Weinbau wurde jedoch weitgehend durch die Reblaus vernichtet. Heute nehmen die Weinberge nur noch eine Fläche von wenigen Hektar ein.
| Peyrignac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 453 | |||
| 1800 | 534 | |||
| 1806 | 546 | |||
| 1821 | 559 | |||
| 1831 | 601 | |||
| 1836 | 604 | |||
| 1841 | 600 | |||
| 1846 | 572 | |||
| 1851 | 588 | |||
| 1856 | 607 | |||
| 1861 | 607 | |||
| 1866 | 612 | |||
| 1872 | 557 | |||
| 1876 | 597 | |||
| 1881 | 537 | |||
| 1886 | 530 | |||
| 1891 | 501 | |||
| 1896 | 420 | |||
| 1901 | 501 | |||
| 1906 | 510 | |||
| 1911 | 499 | |||
| 1921 | 415 | |||
| 1926 | 400 | |||
| 1931 | 392 | |||
| 1936 | 385 | |||
| 1946 | 351 | |||
| 1954 | 334 | |||
| 1962 | 299 | |||
| 1968 | 311 | |||
| 1975 | 357 | |||
| 1982 | 389 | |||
| 1990 | 372 | |||
| 1999 | 394 | |||
| 2006 | 495 | |||
| 2013 | 551 | |||
| 2020 | 574 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2006 Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule (École élémentaire) mit 14 Schülerinnen und Schülern in einer Klasse (2025).
Im Jahre 2023 waren 254 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Peyrignac erwerbstätig, entsprechend 78,1 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (78,7 %) etwas höher war als bei den Frauen (77,4 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 27 Personen im Jahr 2023 niedriger als im Jahr 2017 (32). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 12,4 % (2017) auf 10,7 % (2023). Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen sank in diesem Zeitraum von 28,6 % auf 17,4 %.
39 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2024 in Peyrignac wirtschaftlich aktiv:
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 7 | 17,9 % |
| Baugewerbe | 9 | 23,1 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 9 | 23,1 % |
| Finanzen und Versicherungen | 2 | 5,1 % |
| Immobilien | 1 | 2,6 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 5 | 12,8 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 1 | 2,6 % |
| Andere Dienstleistungen | 5 | 12,8 % |
| Gesamt | 39 |
Peyrignac liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetrieben in der Tierhaltung. Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 19 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 12 im Jahr 2000, auf 11 im Jahr 2010 und auf 3 im Jahr 2020 zurück, insgesamt ein Rückgang von 84,2 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 315 Hektar im Jahre 1988 auf 158 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg beträchtlich von 16,6 Hektar auf 52,8 Hektar.
Die Autobahn A 89 La Transeuropéenne von Brive-la-Gaillarde nach Libourne in der Nähe von Bordeaux durchquert das südliche Gemeindegebiet ohne eigene Anschlussstelle. Die zur Departementsstraße D 6089 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 89 von Lyon nach Bordeaux verläuft an der südlichen Gemeindegrenze. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und den Nachbargemeinden.