| Orliac Orlhac | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Vallée Dordogne | |
| Gemeindeverband | Domme Villefranche-du-Périgord | |
| Koordinaten | 44° 43′ N, 1° 4′ O | |
| Höhe | 139–305 m | |
| Fläche | 10,54 km² | |
| Einwohner | 43 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 4 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24170 | |
| INSEE-Code | 24313 | |
Orliac – Ortsbild | ||
Orliac (Aussprache [ɔʁˈljak], okzitanisch Orlhac) ist eine französische Gemeinde mit 43 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes de Domme Villefranche-du-Périgord. Die Bewohner werden Orliacois und Orliacoises genannt.
Die Gemeinde erhielt 2026 die Auszeichnung „Zwei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Ortschaften verliehen wird.

Orliac liegt etwa 59 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 23 Kilometer südwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 48 Kilometer ostsüdöstlich von Bergerac im Südosten des Départements in der Landschaft des Périgord noir im gleichnamigen, touristisch benannten Landesteil. Das Gemeindegebiet befindet sich in den Einzugsgebieten der Dordogne und der Garonne und wird entwässert von dem Flüsschen Beuze und verschiedenen kleineren Flussläufen.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Orliac liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär sowie einigen Sedimentgesteinen aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.
Orliac erstreckt sich über eine bewaldete Hügellandschaft mit Erhebungen über 300 m Höhe. Der topografisch höchste Punkt mit 305 m Höhe befindet sich im Südosten in der Nähe des Lieu-dit la Bourre. Der niedrigste Punkt ist mit 139 m im äußersten Norden beim Austritt der Beuze aus dem Gemeindegebiet zu finden. Das Dorfzentrum liegt auf etwa 232 m Höhe.
Rund 79 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 21 % werden landwirtschaftlich genutzt (Stand: 2018).
Orliac wird von folgenden vier Gemeinden umgeben:
| Doissat | ||
| Sainte-Foy-de-Belvès | ||
| Mazeyrolles | Prats-du-Périgord |

Naturrisiken manifestieren sich in Orliac als
Da das Gemeindegebiet in großen Teilen mit Wald bedeckt ist, besteht im gesamten Gemeindegebiet zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern. Die Wälder der Départements der ehemaligen Regionen Aquitanien und Poitou-Charentes gelten als besonders brandgefährdet. Für diese Gebiete wurde ein Département- oder départementsübergreifender Plan zum Schutz der Wälder vor Bränden entwickelt.
Wie die Risikokarte zeigt, ist das Gemeindegebiet zu 90 % von einer mittleren, vereinzelt starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Seit dem 1. Oktober 2020 werden in Anwendung des Gesetzes über die Entwicklung von Wohnraum, Entwicklung und digitale Technologie verschiedene Beschränkungen für Verkäufer, Projektleiter oder Bauherren von Immobilien in einem als mittel- oder hochgefährdet eingestuften Gebiet auferlegt.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.
Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Orliac besteht die Gefahr von Bodenbewegungen als Senkungen und Einstürze anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind.
Das Gebiet von Orliac war in der gallorömischen Zeit besiedelt. Die mit Schieferplatten gedeckte romanische Kirche mit Tonnengewölbe stammt aus der Zeit vor der ersten Erwähnung des Dorfnamens. Die Form Orlhac ist im 13. Jahrhundert belegt, gefolgt von den latinisierten Formen Orlhacum im Jahr 1364 und Orliacum im Jahr 1372, wobei die Buchstabenkombinationen -lh- und -li- gleich ausgesprochen werden. ´Die einzelne Schreibweise Dourlhac im Jahr 1555 entspricht (d’) Ourlhac. Orliac stammt von einem gallorömischen Personennamen, Orillius, gefolgt vom Suffix .acum, der zweifellos vom lateinischen Aurelius kommt.
Im Mittelalter waren die Häuser von Orliac um die im 12. Jahrhundert erbaute Kirche herum angeordnet. Im Laufe der Jahrhunderte war das Dorf von Ackerbau und Viehzucht geprägt.
Das Dorf Orliac zeichnete sich im Jahr 2000 durch den Gewinn der Rubans du Patrimoine (deutsch Bänder des Kulturerbes) aus, einer jährlichen Auszeichnung, die nur an drei Gemeinden in Frankreich verliehen wird. Es belohnt die Qualität der Restaurierung des architektonischen Erbes des Dorfes.
| Orliac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 348 | |||
| 1800 | 316 | |||
| 1806 | 317 | |||
| 1821 | 327 | |||
| 1831 | 376 | |||
| 1836 | 366 | |||
| 1841 | 347 | |||
| 1846 | 357 | |||
| 1851 | 374 | |||
| 1856 | 417 | |||
| 1861 | 384 | |||
| 1866 | 342 | |||
| 1872 | 217 | |||
| 1876 | 213 | |||
| 1881 | 232 | |||
| 1886 | 253 | |||
| 1891 | 230 | |||
| 1896 | 220 | |||
| 1901 | 213 | |||
| 1906 | 185 | |||
| 1911 | 170 | |||
| 1921 | 147 | |||
| 1926 | 144 | |||
| 1931 | 134 | |||
| 1936 | 121 | |||
| 1946 | 138 | |||
| 1954 | 111 | |||
| 1962 | 80 | |||
| 1968 | 73 | |||
| 1975 | 87 | |||
| 1982 | 77 | |||
| 1990 | 72 | |||
| 1999 | 51 | |||
| 2006 | 50 | |||
| 2013 | 61 | |||
| 2020 | 49 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2006 Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||

Im Jahre 2023 waren 20 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Orliac erwerbstätig, entsprechend 71,9 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (76,5 %) bedeutend höher war als bei den Frauen (66,7 %).
Orliac liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung. Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 16 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 14 im Jahr 2000, auf 9 im Jahr 2010 und auf 5 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 68,8 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 229 Hektar im Jahre 1988 auf 148 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg beträchtlich von 14,3 Hektar auf 29,6 Hektar.
Orliac liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum der Gemeinde mit den Weilern und Nachbargemeinden.