| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 12′ N, 6° 50′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Vulkaneifel | |
| Verbandsgemeinde: | Daun | |
| Höhe: | 410 m ü. NHN | |
| Fläche: | 49,02 km² | |
| Einwohner: | 7488 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 153 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54550 | |
| Vorwahl: | 06592 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DAU | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 33 501 | |
| LOCODE: | DE DAU | |
| Stadtgliederung: | 8 Stadtteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Leopoldstraße 29 54550 Daun | |
| Website: | stadt-daun.de | |
| Stadtbürgermeister: | Friedhelm Marder | |
| Lage der Stadt Daun im Landkreis Vulkaneifel | ||

Daun ist eine Kleinstadt in der Eifel. Sie ist Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz sowie ein heilklimatischer und Kneippkurort. Gemäß Landesplanung ist die Stadt Daun als Mittelzentrum ausgewiesen und besitzt Funktionen als Behörden-, Schul-, Versorgungs- und Tourismusort sowie als Garnisonsstadt.
Daun liegt südlich der Hohen Eifel auf Spornen und Verebnungen über dem Fluss Lieser, in rund 420 m ü. NHN. Den geologischen Untergrund in und um Daun bilden Ton-, Silt- und Sandsteine der Unterems-Formation des Unterdevons. Die Landschaft ist darüber hinaus vor allem durch den vulkanischen Charakter geprägt. Nordwestlich und südöstlich der Stadt finden sich größere Flächen mit Decken aus basaltischen Tuffen und Schlacken. 2,5 km bis 3,5 km südöstlich vom Dauner Stadtkern befinden sich die sogenannten Dauner Maare, drei unmittelbar aneinandergrenzende wassergefüllte Maare, die nur durch ihre Tuffwälle getrennt sind. Weil die Lieser und der ihr in Gemünden von rechts zufließende Pützborner Bach sich einige Zehnermeter in die Hochfläche eingetieft haben, stellt sich die Umgebung von Daun als vergleichsweise stark reliefierter Raum dar.
Die Stadt beherbergt das Eifel-Vulkanmuseum und die Verwaltung des Natur- und Geoparks Vulkaneifel. Daun ist ein staatlich anerkanntes Heilbad und hat Mineralquellen.
Die Stadtteile von Daun sind:
| Stadtteil | eingemeindet | Einwohner (2006) |
|---|---|---|
| Boverath | 7. Juni 1969 | 546 |
| Daun (Hauptort) | – | 4.266 |
| Gemünden | 1. Apr. 1938 | 233 |
| Neunkirchen | 7. Juni 1969 | 541 |
| Pützborn | 7. Juni 1969 | 1.141 |
| Rengen | 7. Nov. 1970 | 424 |
| Steinborn | 7. Nov. 1970 | 381 |
| Waldkönigen | 7. Nov. 1970 | 699 |
| Weiersbach | 10. Juni 1979 | 243 |
| Summe | 8.474 | |
Alle Gemeindeteile sind Boverath, Daun, Eischeiderhof, Gemünden, Wohnmobilpark am Lieserbogen, Neunkirchen, Neunkirchener Mühle, Pützborn, Hirsch- und Saupark, Rengen, Domäne, Lindenhof, Steinborn, Asseberghof, Jagdhaus Fackelberg, Laachmühle, Jagdhaus Asseberg, Unter Erdels, Zum Eichholz, Zum Schardenberg, Waldkönigen und Weiersbach.
Das Gebiet wurde bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. zum ersten Mal besiedelt. Damals hatten sich die Kelten auf dem befestigten Basaltberg in Daun angesiedelt. Auch die Römer nutzten diesen markanten Hügel des Liesertals als Wachstation, wie sich aus römischen Funden ableiten lässt. Der Ortsname dürfte sich vom keltisch-römischen Wort Dunum für Zaun bzw. für eine befestigte Anhöhe, also eine Festung, ableiten.
Ende des 10. Jahrhunderts entstand hier eine Burganlage der freien Herren von Daun. Ein Albert von Daun (Adalbero de Duna) wurde erstmals 1075 urkundlich erwähnt.
Im Jahre 1163 starb das freie Dauner Herrengeschlecht aus. Ein Dienstmann dieses Geschlechtes, Richardus de Duna, übernahm den Namen seines früheren Herrn und auch das Wappen mit dem Dauner Gitter. Dieses Wappen führten auch seine Nachkommen, das Adelsgeschlecht der Daun, dem im 16. Jahrhundert der Zweig Daun-Falkenstein und im 18. Jahrhundert mehrere bedeutende österreichische Heerführer entstammten.
1337 wurde Daun erstmals als Stadt erwähnt. Im Jahr 1346 folgte die Verleihung der Stadtrechte mit eigenem Marktrecht, und Daun wurde zugleich Standort eines Hochgerichts.
Daun, das die Herren von Daun als Reichslehen hielten, wurde 1352 gemeinsam von Kurfürst Balduin von Trier und dem Erzbischof von Köln Wilhelm von Gennep belagert und erobert. 1356 gab Kaiser Karl IV. die Herrschaft Daun daraufhin an das Erzbistum Trier, diesem wurden die Herren von Daun lehenspflichtig. Im Jahr 1712 wurde das Kurtrierische Amtshaus auf dem Burgberg durch den Trierer Kurfürst und Erzbischof Karl Joseph erbaut.
1689 wurde Daun im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den französischen Truppen zerstört.
Aufgrund des Ersten Koalitionskrieges kam das linke Rheinufer nach 1794 zu Frankreich. Daun wurde Sitz des 1798 gebildeten Kantons Daun mit seinen Mairien Daun, Dockweiler, Gillenfeld, Sarmersbach und Üdersdorf. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress kam das Gebiet und damit auch Daun 1815 zum Königreich Preußen. 1817 wurde Daun Landratssitz für den damals neu eingerichteten Kreis Daun, zugleich auch Sitz einer Bürgermeisterei.
Am 19. Juli 1944 kamen in Daun bei einem schweren Bombardement durch die Luftflotte der United States Army Air Forces, die aus 7000 m Höhe die Bahnlinien treffen wollte, jedoch die Stadt selbst traf und sie großflächig zerstörte, insgesamt 65 Menschen ums Leben, unter ihnen 26 Kinder unter 14 Jahren.
Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Ab 1951 durfte sich Daun wieder Stadt nennen.
Am 15. Mai 1895 wurde Daun über die Eifelquerbahn ans Deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen; am 1. Dezember 1909 wurde eine weitere Strecke, die Maare-Mosel-Bahn nach Wittlich, in Betrieb genommen. Heute ist auf allen Daun berührenden Bahnstrecken der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) eingestellt.
Die gesundheitstouristische Tradition Dauns als Mineralheilbad und Luftkurort reicht zurück bis ins frühe 20. Jahrhundert. Doch erst im Jahr 1974 erhielt Daun offiziell die Anerkennung als heilklimatischer Kurort. Seit 1973 darf sich Daun zudem als Kneippkurort bezeichnen. Vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren war Daun ein überregional bekanntes Reiseziel bei Kurgästen. Rückläufigen Besucherzahlen im 21. Jahrhundert, insbesondere im Bereich des Kurtourismus, sollen überregionale Kooperationen unter dem Titel „Gesundland Vulkaneifel“ entgegenwirken.
Im Jahr 1965 wurde Daun Standort der Bundeswehr. In der Heinrich-Hertz-Kaserne sind unter anderem das Bataillon Elektronische Kampfführung 931 und die Auswertezentrale Elektronische Kampfführung stationiert.
Am 20. November 2002 wurde der Asteroid (8665) Daun-Eifel anlässlich des 1000. Jahrestags nach der Stadt benannt.
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Daun bezogen auf das heutige Stadtgebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:
| Daun: Einwohnerzahlen von 1815 bis 2023 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1815 | 1.639 | |||
| 1835 | 2.119 | |||
| 1871 | 2.393 | |||
| 1905 | 3.012 | |||
| 1939 | 3.833 | |||
| 1950 | 4.167 | |||
| 1961 | 5.106 | |||
| 1970 | 6.626 | |||
| 1987 | 7.358 | |||
| 1997 | 8.647 | |||
| 2005 | 8.511 | |||
| 2023 | 8.220 | |||
In den 1990er Jahren erhielt Daun einen neuen Impuls durch die Ansiedlung von Russlanddeutschen, insbesondere sogenannter 'Wolga-Deutschen', Menschen mit deutschem Ursprung aus Russland und anderen ehemaligen Sowjet-Republiken. Ihre Einbürgerung war teilweise von sozialen Phänomenen wie beruflicher Dequalifikation oder Stigmatisierung begleitet.
Laut einer Studie der Universität Trier sind fast 2 Millionen Spätaussiedler (auch Russlanddeutsche genannt) zwischen 1985 und 2005 aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland umgezogen. Im Zeitraum von 1989 bis 2003 ließen sich insgesamt 3.965 von ihnen im damaligen Landkreis Daun nieder. Dieser nahm damit von den Kreisen und kreisfreien Städten im damaligen Regierungsbezirk Trier die meisten Spätaussiedler auf.
Der Stadtrat in Daun besteht aus 24 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Stadtrat:
| Wahl | SPD | CDU | Grüne | FDP | FWD a | BUV b | GVV c | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | 6 | 9 | 2 | 1 | 3 | – | 3 | 24 Sitze |
| 2019 | 6 | 10 | – | 2 | 3 | – | 3 | 24 Sitze |
| 2014 | 7 | 9 | – | 1 | 1 | 3 | 3 | 24 Sitze |
| 2009 | 7 | 8 | – | 1 | 3 | 2 | 3 | 24 Sitze |
| 2004 | 7 | 11 | 1 | – | 3 | – | 2 | 24 Sitze |
Hubert Friedhelm Marder wurde am 18. Juli 2019 Stadtbürgermeister von Daun. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 70,99 % gewählt worden. Bei den Kommunalwahlen 2024 wurde er bei einer Wahlbeteiligung von 61,3 % als einziger Kandidat mit 77,4 % der Stimmen für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.
Marders Vorgänger waren Martin Robrecht (2014–2019) und Wolfgang Jenssen (1999–2014).



Mit 1360 Dienstposten ist die Bundeswehr der größte Arbeitgeber in Daun. In der Heinrich-Hertz-Kaserne sind aktuell stationiert:

Allgemeinbildende Schulen:
Berufsbildende Schulen:
Förderschule:
Sonstige Schulen:

Daun ist an die Bundesautobahn 1 angebunden, die am nahegelegenen Autobahndreieck Vulkaneifel an die Bundesautobahn 48 anschließt. Die Bundesstraße 257 führt durch die Stadt.
Der Bahnhof Daun liegt an der stillgelegten Eifelquerbahn, die von Gerolstein bis Andernach führte und als RB 38 nur mehr bis Kaisersesch bedient wird. Ab Juli 2005 war eine Teilstrecke der Eifelquerbahn reaktiviert und bot im Sommer täglichen Touristenverkehr im Zweistundentakt an. Dieser Betrieb wurde 2017 eingestellt (vgl. Eifelquerbahn#Kaisersesch–Daun–Gerolstein). 2022 wurden mehrere Evakuierungsfahrten von Gerolstein nach Kaisersesch durchgeführt. Für die dauerhafte Wiederinbetriebnahme arbeitet der Verein Eifelquerbahn e. V. Die Maare-Mosel-Bahn nach Wengerohr wurde bereits in den 2000er-Jahren demontiert; auf der ehemaligen Trasse verläuft inzwischen der Maare-Mosel-Radweg.
Vom Segelfluggelände Daun-Senheld aus, welches auf einem Bergrücken zwischen dem Weinfelder Maar und dem Schalkenmehrener Maar liegt, können Rundflüge gestartet werden.
Heute ist Daun nur mit dem Nahverkehr durch Busse und RufBusse (Bus auf Anruf) erreichbar:
