Saint-Pompon

Saint-Pompon
Sent Plemponh
Saint-Pompon (Frankreich)
Saint-Pompon (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Vallée Dordogne
Gemeindeverband Domme Villefranche-du-Périgord
Koordinaten 44° 44′ N, 1° 9′ OKoordinaten: 44° 44′ N, 1° 9′ O
Höhe 110–334 m
Fläche 27,40 km²
Einwohner 373 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km²
Postleitzahl 24170
INSEE-Code

Schloss und Kirche Saint-Jean-Baptiste

Saint-Pompon (okzitanisch Sent Plemponh, bis zum 31. Dezember 2023 Saint Pompont) ist ein Ort und eine südwestfranzösische Gemeinde (commune) mit 373 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) in der alten Kulturlandschaft des Périgord im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage

Der Ort Saint-Pompon liegt am Bach Mandalou im Périgord Noir in einer Höhe von ca. 140 m ü. d. M. und etwa 27 Kilometer (Fahrtstrecke) südwestlich von Sarlat-la-Canéda. Zur Gemeinde gehören auch mehrere Weiler und Einzelgehöfte.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr1968197519821990199920062012
Einwohner516506521452405426431

Im 19. Jahrhundert lag die Einwohnerzahl der Gemeinde stets bei etwa 1100 bis 1300. Die Reblauskrise im Weinbau und der Verlust von Arbeitsplätzen durch die Mechanisierung der Landwirtschaft führten zu einem kontinuierlichen Bevölkerungsrückgang, dessen Tiefpunkt möglicherweise in den 1990er Jahren erreicht wurde.

Wirtschaft

Bis in die heutige Zeit spielt die Landwirtschaft die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Der hier betriebene Weinbau ist jedoch nach der Reblauskrise gänzlich aufgegeben worden. Tabak und Mais sind ebenfalls auf dem Rückzug – stattdessen dominieren Wälder, Felder und Weiden, aber auch Walnuss-, Esskastanien- und Obstbäume die Region. Auch Gänseleberpastete und Trüffel zählen zu den regionalen Spezialitäten. Einige leerstehende Häuser werden als Ferienwohnungen (gîtes) vermietet.

Geschichte

Einige kleinere Funde belegen die Anwesenheit von Menschen in prähistorischer Zeit. Jahrtausende später gehörte die Gegend zum Siedlungsgebiet des keltischen Stammes der Petrocorier, der für seine exzellente Eisenbearbeitung berühmt war. In römischer Zeit lag das Gebiet an der Straße von Cahors (Divona Cadurcorum) nach Périgueux (Vesunna).

Die erste Erwähnung des Ortes unter seinem lateinischen bzw. okzitanischen Namen Sen Pomponct stammt aus dem Hochmittelalter. Kurz vor oder während des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) entstanden die Burg (château) und Teile der Stadtmauer (remparts); die Burg befand sich lange Zeit im Besitz des Johanniterordens.

Sehenswürdigkeiten

Kirche
Inneres der Kirche

Umgebung

Commons: Saint-Pompon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Église Saint-Jean-Baptiste, Saint-Pompon in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. ↑ Porte fortifiée, Saint-Pompon in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. ↑ Château, Saint-Pompon in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. ↑ Enceinte et monument des Grilloux, Saint-Pompont in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. ↑ Château de Mespoulet, Saint-Pompon in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)