Die Rechtshändigen Einsiedlerkrebse (Paguridae) sind eine Familie aus der Ordnung der Zehnfußkrebse. Sie ähneln den Linkshändigen Einsiedlerkrebsen (Diogenidae), nur ist bei ihnen die rechte Schere größer. Sie leben in allen Weltmeeren, von den Küsten bis in die Tiefsee. Die meisten der über 550 Arten bleiben kleiner als ihre linkshändigen Verwandten.
Lebensweise
Zur Familie gehören der Gemeine Einsiedlerkrebs (Pagurus bernhardus) aus dem Nordatlantik, der Nord- und Ostsee und Pagurus prideaux, der von Norwegen bis in das Mittelmeer in Symbiose mit der Seeanemone Adamsia palliata lebt. Pylopagurus discoidalis lebt an der Atlantikküste Nordamerikas in den leeren Gehäusen von Kahnfüßern. Eine besondere Lebensweise haben die winzigen Einsiedlerkrebse der GattungPaguritta. Sie leben sessil in den leeren Röhren von Kalkröhrenwürmern zwischen Steinkorallen. Sie fangen mit ihren befiederten Antennen vorbeitreibendes Plankton.
Merkmale
Die Familie hat die Merkmale der Einsiedlerkrebse. Der erste Somit des Pleons ist deutlich vom letzten Sterniten abgesetzt. Der Exopodit des ersten Maxillipeden trägt eine Geißel. Die dritten Maxillipeden stehen an der Basis weit auseinander. Der dritte bis fünfte Pleopode sind nur links ausgebildet, der erste und bei Männchen auch der zweite Pleopode sind paarig.
Implizite Merkmale sind die 11 Kiemenpaare. Die Acicel des Augenstiels sind einfach gebaut. Der vierte Pereiopode trägt eine Halbschere, am Propodus gibt es eine raspelartige Reihe von Hornschuppen. Die Coxae des letzten Pereiopoden ist bei Männchen symmetrisch und ohne Geschlechtsröhre. Die Geschlechtsöffnung der Weibchen liegt beidseits auf der Coxa des dritten Pereiopoden. Die Uropoden sind asymmetrisch.