| Czulpa | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Małdyty | |
| Geographische Lage: | 53° 54′ N, 19° 45′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 14-330 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOS | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 519: Morąg/DW 527/DW 528 – Wilamowo ↔ Małdyty/S 7 (E 77) / DW 613 – Zalewo – Przezmark/DW 526 – Stary Dzierzgoń/DW 515 | |
| Eisenbahn: | Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo Bahnstation: Małdyty | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Czulpa (deutsch Zölp) ist der nicht mehr offizielle Name eines Ortes in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren innerhalb der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.

Czulpa liegt an der Nordspitze des Jezioro Ruda Woda (deutsch Röthloff-See)/Kanał Elbląska (Oberländischer Kanal) im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 25 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Der einst Zielpe und erst nach 1785 Zölp genannte Ort bestand aus zwei kleinen Gehöften. Er wurde bereits 1345 vom Deutschen Orden als Mühlenansiedlung gegründet.
Es handelte sich um eine sehr kleine Siedlung, die aber schon im Jahre 1410 Bedeutung erlangte: im Rahmen der Schlacht bei Tannenberg zog im Juli das polnisch-litauische Heer durch den Ort „oberhalb des Dorfes und des Sees Czołpie“, wo dann der polnische König Władysław II. Jagiełło auch noch sein Nachtlager aufschlug.
Das Vorwerk Zölp gehörte zum Rittergut Maldeuten, das Christoph von Houwald 1655 von Johann Friedrich von Schlieben erwarb und es zusammen mit seinen zahlreichen anderen Besitztümern seinen Nachkommen übertrug.
Georg Steenke, der Erbauer des Oberländischen Kanals (polnisch Kanał Elbląska), baute sich inmitten eines großen Parks in Zölp eine Villa und lebte hier von 1851 bis 1875. An den Kanalkontrukteur erinnert heute der Stary Port G.J. Steenke an der Stelle des früheren Bauhafens. Bis 1945 stand hier auch ein Gedenkstein.
Das Vorwerk Zölp zählte im Jahre 1905 zehn Einwohner. Am 30. September 1928 wurde das Gutsdorf Maldeuten – und mit ihm das Vorwerk Zölp – in den Gutsbezirk (ab 1935: Gemeinde) Seegertswalde umgegliedert.
Nach der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen erhielt Zölp die polnische Namensform „Czulpa“. Der Name ist heute kein offizieller Name mehr und steht nur noch für einen zum Dorf Wilamowo gehörenden Weiler innerhalb der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Doch ist der Ort heutzutage ein Begriff für Natur- und Wassertouristen. Er ist ein bedeutender Orientierungspunkt und auch Ausgangspunkt für Kajak- und Bootstouren, die den Durchflusssee Ruda Woda und besonders auch den angrenzenden Kanal nutzen. Und auch der Angelsport kommt nicht zu kurz.
Zölp war bis 1945 in den Sprengel Seegertswalde der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Groß Wilmsdorf-Seegertswalde in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert, außerdem in die Parrei der römisch-katholischen St.-Joseph-Kirche in der Kreisstadt Mohrungen.
Heute gehört Czulpa evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie katholischerseits zur Pfarrei Małdyty im Dekanat Morąg des Bistums Elbląg.
Czulpa liegt an der Woiwodschaftsstraße 519 (einstige Reichsstraße 126), die die Städte Morąg und Zalewo miteinander verbindet und bis nach Stary Dzierzgoń führt. Der Ort liegt unmittelbar an der Kreuzung der DW 519 sowohl mit der Schnellstraße 7 als auch mit der Woiwodschaftsstraße 613.
Die nächste Bahnstation ist Małdyty. Sie liegt an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo – zur Weiterfahrt nach Elbląg.