Koszajny

Koszajny
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Koszajny (Polen)
Koszajny (Polen)
Koszajny
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ostróda
Gmina: Małdyty
Geographische Lage: 53° 55′ N, 19° 35′ OKoordinaten: 53° 55′ 6″ N, 19° 34′ 57″ O
Einwohner: 110 (2021)
Postleitzahl: 14-330
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NOS
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Wielki Dwór → Koszajny
Kreki → Koszajny
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig

Koszajny (deutsch Koschainen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage

Koszajny liegt nördlich des Flüsschens Dzierzgoń (deutsch Sorge) im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 23 Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 33 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte

Der kleine Ort Koscheinen, der sich erst nach 1820 Koschainen schrieb, wurde bereits 1271 bzw. 1276 als prußisches Dorf erwähnt. Im Jahre 1785 wurde es mit 23 Feuerstellen erwähnt, 1820 wurden 33 Feuerstellen bei 327 Einwohnern genannt.

Nach dem Scheitern des polnischen Novemberaufstandes 1831 gegen das russische Reich flohen viele polnische Aufständische über die Grenze nach Preußen. Mehrere polnische Infanterieeinheiten machten auf ihrem Weg in die preußischen Internierungslager in Koschainen Halt.

Im Jahre 1874 wurde Koschainen Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Mohrungen und Regierungsbezirk Königsberg, zu dem anfangs neun, am Ende aufgrund struktureller Veränderungen noch vier Kommunen gehörten:

Deutscher NamePolnischer NameAnmerkungen
DeunenDajny1928 nach Sadlauken eingemeindet
KornellenKornele
KoschainenKoszajny
LöthenLatkowo1928 nach Kornellen eingemeindet
LopittkenŁupitki1894 in den Amtsbezirk Sassen umgegliedert
PodweikenPodwiejki1928 nqch Kornellen eingemeindet
PopittenPopity1929 nach Skollwitten eingemeindet
SadlaukenSadławki
SkollwittenSkolwity

Das Dorf Koschainen zählte im Jahre 1910 352 Einwohner. Ihre Zahl veränderte sich bis 1933 auf 298 und belief sich 1939 auf 305.

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Koschainen die polnische Namensform „Koszajny“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Koszajny 110 Einwohner.

Religion

Bis 1945 war Koschainen in das Kirchspiel der evangelischen Kirche Miswalde im Superintendenturbezirk Saalfeld im Kirchenkreis Mohrungen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Kreisstadt Mohrungen eingegliedert.

Heute gehört Koszajny zur evangelischen Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Katholischerseits ist Koszajny jetzt der Pfarrei Jarnołtowo zugeordnet, die zum Dekanat Morąg im Bistum Elbląg gehört. In Koszajny wurde im Jahre 1991 mit bedeutender Unterstützung der Einwohner von Koszajny, Dajny und Kreki eine eigene Kapelle errichtet, die man Unserer Lieben Frau Königin von Polen weihte. Inzwischen wurden verschiedene Reparatur- und Verschönerungsarbeiten an dem Gebäude vorgenommen: 2017 die Installation eines Ofens, 2028 die Beschaffung neuer Messingkronleuchter, 2021 bis 2025 die Installation neuer Buntglasfenster, und 2024 die Anbringung eine Photovoltaikanlage auf dem Kirchendach.

Verkehr

Von der Straße Zajezierze–Bartno ist Koszajny über die Orte Wielki Dwór und auch Kreki zu erreichen.

Eine Bahnanbindung besteht nicht. Bis 1999 bzw. 2004 war Pollwitten resp. Połowite die nächste Bahnstation. Sie lag an der – inzwischen stillgelegten und weitestgehend demontieren – Bahnstrecke Małdyty–Malbork.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Polska w Liczbach: Wieś Koszajny w liczbach (polnisch)
  2. ↑ Dietrich Lange: Koschainen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. 1 2 Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Koschainen
  4. ↑ Novemberaufstand
  5. ↑ Rolf Jehke: Amtsbezirk Koschainen
  6. ↑ Meyers Gazetteer: Koschainen
  7. ↑ Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen
  8. ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467
  9. ↑ Parafia Jarnołtowo (polnisch)