| Wodziany | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Małdyty | |
| Geographische Lage: | 53° 51′ N, 19° 45′ O | |
| Einwohner: | 71 (2021) | |
| Postleitzahl: | 14-330 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOS | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 613: Rybaki – Małdyty – Plękity ↔ Liksajny – Miłomłyn/S 7 (E 77) | |
| Szymonowo ↔ Bagnity | ||
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Wodziany (deutsch Wodigehnen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.

Woziany liegt am Südufer des Jezioro Wodziany (deutsch Wodigehnen-See) im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 14 Kilometer südwestlich der Stadt Morąg bzw. 20 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Das ehemalige Wodyein bzw. Wodieyne, Wodegeyn, Wodigienen und vor 1785 Wodigehnen, war ein Dorf, bestehend aus ein paar großen und kleinen Höfen und bestand bereits zur Zeit des Deutschen Ordens, zugehörig zum Kammeramt Neimen in der Komturei Christburg. Am 11. April 1350 verlieh der Komtur Conrad von Bruningesheym dem Cessime und seinen Erben Land auf dem „Felde von Wodieyne“, und am 17. Februar 1414 kam es zu einer Unterredung der Besitzer des Guts Wodegeyn mit dem Ordenshochmeister Heinrich von Plauen. Am 1. September 1612 verschrieb Markgraf Johann Sigismund dem Michael Paulofsky Land in Wodigienen.
Im Jahre 1785 erschien Wodigehnen geteilt in zwei Verwaltungseinheiten: als „cöllmisch Freydorf“ mit sieben Feuerstellen und als „adlig Bauergut“ mit nur einer Feuerstelle. Im Jahre 1820 zählte das „cöllmisch Dorf“ sieben Feuerstellen bei 65 Einwohnern, und das „adlig Etablissement“ eine Feuerstelle bei zehn Einwohnern.
Im Jahre 1874 kam die Landgemeinde Wodigehnen zum neu errichteten Amtsbezirk Nickelshagen im ostpreußischen Kreis Mohrungen und Regierungsbezirk Königsberg.
Wodigehnen zählte im Jahre 1885 121, und im Jahre 1905 97 Einwohner. Ihre Zahl belief sich 1933 auf 78 und im Jahre 1939 auf 69.
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Wodigehnen erhielt die polnische Namensform „Wodziany“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. In Wodziany waren im Jahre 2021 71 Einwohner gemeldet.
Wodigehnen war bis 1945 in die evangelische Kirche in Groß Simnau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt, außerdem in die Römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Kreisstadt Mohrungen. In Wodigehnen gab ein evangelisches Gemeindehaus, das aber nach 1945 nicht mehr erwähnt wurde.
Nach 1945 wurde das Dorf der evangelischen Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zugeordnet, während es dann zur römisch-katholischen Pfarrei in Szymonowo im Dekanat Morąg im Bistum Elbląg kam.
Wodziany liegt an der Woiwodschaftsstraße 613 (hier in einem Abschnitt der einstigen Reichsstraße 130), die von Rybaki bis nach Miłomłyn verläuft. Eine von Szymonowo kommende Straße führt durch Wodziany und endet in Bagnity.
Ein Bahnanschluss besteht nicht. Bis 1945 war Groß Hanswalde die nächste Bahnstation. Sie lag an der Bahnstrecke Elbing – Osterode (Ostpr.) – Hohenstein, die heute nicht mehr besteht.