| Linecki Róg | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Małdyty | |
| Geographische Lage: | 53° 52′ N, 19° 46′ O | |
| Einwohner: | 0 | |
Linecki Róg (deutsch Linkswinkel, 1930er Jahre bis 1945 Linksmühle) war ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren im Gebiet der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.
Die Ortsstelle von Linkswinkel bzw. Linksmühle liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer südwestlich der Stadt Morąg bzw. 19 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Der einstige Ort Linkscher Winkel, nach 1898 Linkswinkel und ab den 1930er Jahren Linksmühle genannt, war er ein Wohnplatz und Vorwerk von Gut Groß Simnau. Als 1874 im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, der Amtsbezirk Groß Simnau gebildet wurde, fand das Vorwerk Linkswinkel über den Gutsbezirk Groß Simnau darin Aufnahme.
Linkswinkel war nur eine sehr kleine Ansiedlung. Im Jahre 1905 zählte sie ganze fünf Einwohner.
Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Groß Simnau in die Landgemeinde Klein Simnau eingemeindet, und die Landgemeinde Klein Simnau wurde in „Simnau“ umbenannt. Linkswinkel wurde somit eine Ortschaft dieser „neuen“ Gemeinde.
Das sehr große – fast 1.500 Hektar umfassende – Gut Groß Simnau, zu dem neben dem Vorwerk Linkswinkel auch das Vorwerk Dosnitten gehörte, befand sich über Generationen im Besitz der Grafen Finck von Finckenstein. Zum Ende der 1920er Jahre konnte der damalige Eigentümer Hans Wolfram Graf Finck von Finckenstein den Besitz nicht mehr halten. Das Gut ging bankrott und wurde aufgesiedelt.
Auf halbem Wege von Groß Simnau nach Linkwinkel lag der mit Linkwinkel sehr verbundene Ort Linksmühle, ebenfalls dem Gut Groß Simnau zugeordnet. Ursprünglich eine Schäferei ersetzte sein Name ab den 1930er Jahren den von Linkswinkel. Dieser aber wurde 1945 nach der Überstellung des südlichen Ostpreußen an Polen in der polnischen Namensform „Linecki Róg“ wiederbelebt. Für das Jahr 1973 ist noch die Zuordnung von Linecki Róg als unbewohnter Weiler (deutsch niezamieszkany przysiółek) zu Szymonowo belegt, über die Jahre hinweg wurde er aber nicht mehr offiziell genannt und ist in Szymonowo aufgegangen. Er gilt als Wüstung in Polen. Seine Ortsstelle gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.
Linkswinkel resp. Linksmühle war über das Gut Groß Simnau bis 1945 in die evangelische Kirche Groß Simnau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Joseph in der Stadt Mohrungen eingegliedert.
Die Ortsstellen von Linkswinkel und Linksmühle sind auf dem früheren Verbindungsweg von Groß Simnau aus noch wahrzunehmen. Eine Bahnanbindung bestand seinerzeit nicht.