Potajny

Potajny
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Potajny (Polen)
Potajny (Polen)
Potajny
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ostróda
Gmina: Małdyty
Geographische Lage: 53° 56′ N, 19° 36′ OKoordinaten: 53° 56′ 25″ N, 19° 36′ 9″ O
Einwohner: 0

Potajny (deutsch Pothainen) war ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Seine Ortsstelle gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage

Die Ortsstelle Potajnys liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 22 Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 34 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Ostróda.

Geschichte

Das einst Potheinen, nach 1785 Potainen und nach 1820 Pothainen genannte kleine Dorf bestand in seinem Kern aus einem großen Hof. Es war kein eigenständiges Dorf, sondern ein Vorwerk zu dem größeren Rittergut Sassen. 1785 wurde es als adliges Gut und Vorwerk mit vier Feuerstellen klassifiziert, zugehörig zum Hauptamt Preußisch Mark und zum Kirchspiel Arnsdorf, 1820 galt es als adliges Vorwerk mit sieben Feuerstellen bei 55 Einwohnern.

Im Jahre 1874 wurde Pothainen als Teil des Gutsbezirks Sassen in den neu errichteten Amtsbezirk Sassen im ostpreußischen Kreis Mohrungen eingegliedert. Die Einwohnerzahl Pothainens belief sich im Jahre 1885 auf 37, im Jahre 1905 auf 42.

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Sassen in eine gleichnamige Landgemeinde umgewandelt. Pothainen wurde nun Teil dieser Gemeinde.

Nach den Flucht- und Vertreibungsgeschehnissen im Jahre 1945 und im Rahmen der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen an Polen erhielt Pothainen die polnische Namensform „Potajny“. Der Ort galt als ländliche Osada (= „Siedlung“), gehörte von 1954 bis 1968 zur Gromada Wielki Dwór und von 1969 bis 1972 zur Gromada Myślice. Doch wurde sie amtlich nicht mehr registriert und gilt heute als verlassener Ort. Die Ortsstelle gehört gegenwärtig zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki in der Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Religion

Bis 1945 war Pothainen in die evangelische Kirche Groß Arnsdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Kreisstadt Mohrungen.

Verkehr

Die Ortsstelle Potajnis liegt an der Straße Zajezierze–Wielki Dwór–Dziśnity unmittelbar am Abzweig der Stichstraße nach Sasiny. Bis 1999 bzw. 2004 bestand Bahnanschluss über die Bahnstation Połowite resp. Pollwitten an der Bahnstrecke Małdyty–Malbork, die heute nicht mehr existiert.

Einzelnachweise

  1. ↑ Dietrich Lange: Pothainen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  2. 1 2 3 Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Pothainen
  3. 1 2 Rolf Jehke: Amtsbezirk Sassen
  4. ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467