| Kanty | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Małdyty | |
| Geographische Lage: | 53° 51′ N, 19° 44′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 14-330 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOS | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Linki/DW 613 – Klonowy Dwór ↔ Smolno | |
| Janiki Wielkie → Kanty | ||
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Kanty (bis 2009: Kęty, deutsch Groß Kanten) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.
Kanty liegt am Westufer des Jezioro Kęty (deutsch Kanten-See) im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 15 Kilometer südwestlich der Stadt Morąg bzw. 23 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Der Sukin (auch: Suckin, Sukyn und Sukeyn), vor 1785 Lanthen, nach 1785 Groß Kanthen und nach 1871 Groß Kanten genannte Gutsort wurde vor 1340 gegründet, bestand also schon zur Ordenszeit, in der er zum Kammeramt Neimen in der Komturei Christburg gehörte. Am 17. Januar 1316 verlieh Luther von Braunschweig als Komtur zu Christburg dem Prußen Kaybuthe und seinen Nachfolgern Land auf dem „Felde Sukin“, ebenso am 15. September 1362 der Hochmeister Winrich von Kniprode dem Prußen Sirgaude. Und 1437 erschien der Name Sukin auch im Zinsbuch des Ordens.
Im Jahre 1785 wurde Groß Kanthen als „adlig Vorwerk“ mit zwölf Feuerstellen nebst einem „Neusaaß“ Klein Kanthen mit sechs Feuerstellen genannt, im Jahre 1820 als ebensolches Vorwerk bei sechs Feuerstellen und 40 Einwohnern.
Im Jahre 1874 wurde der Gutsbezirk Groß Kanten in den neu errichteten Amgtsbezirk Hanswalde im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, aufgenommen.
89 Einwohner wurden 1885 in Groß Kanten ergistriert, am Jahre 1910 waren es ebenso viele.
Am 30. September 1928 verlor der Gutsbezirk Groß Kanten seine Eigenständigkeit, als er sich mit Bagnitten und Schmolehnen zur neuen dem Amtsbezirk Nickelshagen zugehörigen Landgemeinde Bagnitten zusammenschloss. Noch im Jahre 1929 wurde die Landgemeinde Bagnitten aus dem Amtsbezirk Nickelshagen in den Amtsbezirk Hanswalde umgegliedert.
Als das gesamte südliche Ostpreußen 1945 in Kriegsfolge an Polen abgetreten wurde, erhielt Groß Kanten die polnische Namensform „Kęty“. Diese Bezeichnung wurde 2010 in „Kanty“ geändert. Der Ort ist heute als Osada (= „Siedlung“) eine Ortschaft im Verbund der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Groß Kanten war bis 1945 in die evangelische Kirche in Groß Simnau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Kreisstadt Mohrungen.
Heute gehört Kanty katholischerseits zur Pfarrei Szymonowo im Dekanat Miłomłyn im Bistum Elbląg, evangelischerseits zur Kirchengemeinde Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Kanty liegt an einer Nebenstraße, die bei Linki von der Woiwodschaftsstraße 613 abzweigt und über Klonowy Dwór bis nach Smolno verläuft. Ein von Janiki Wielkie kommende Nebenstraße endet in Kanty.
Eine Bahnanbindung besteht nicht. Von 1893 bis 1945 war Groß Hanswalde die nächste Bahnstation. Sie lag an der Bahnstrecke Elbing–Osterode i. Ostpr.–Hohenstein, die kriegsbedingt aufgegeben und inzwischen demontiert worden ist.