| Kadzie | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Małdyty | |
| Geographische Lage: | 53° 55′ N, 19° 37′ O | |
| Einwohner: | 33 (2021) | |
| Postleitzahl: | 14-330 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOS | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Gumniska Wielkie/DW 613 – Budwity ↔ Połowite | |
| Jarnołtowo →Kadzie | ||
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Kadzie (deutsch Eichhorst) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.
Kadzie liegt im Westen der Woiwodshcaft Ermland-Masuren, 20 Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 31 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Bei dem einst Kadzie, nach 1820 Kadczie und ab dem 28. Juli 1868 Eichhorst genannten Ort handelt es sich um ein altes Rittergut. Im Jahre 1785 hatte das kleine Dorf drei Feuerstellen und gehörte zum Hauptamt Preußisch Mark im Kreis Mohrungen sowie zur geistlichen Inspektion Saalfeld. Im Jahre 1820 wurde es als „adlig Neusaß“ genannt, mit drei Feuerstellen und 21 Einwohnern, zugehörig zum Gut Groß Arnsdorf sowie dem Kirchspiel Groß Arnsdorf.
Im Jahre 1874 wurde der Gutsbezirk Eichhorst in den neu errichteten Amtsbezirk Sassen im ostpreußischen Regierungsbezirk Königsberg eingegliedert. 1885 zählte das Dorf 56 Einwohner, 1910 waren es 73.
Am 30. September 1928 schließlich wurden der Gutsbezirk Eichhorst zusammen mit dem Gutsbezirk Ankern in die benachbarte Landgemeinde Pollwitten eingegliedert.
Nach der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen 1945 in Kriegsfolge an Polen erhielt Eichhorst die polnische Namensform „Kadzie“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 lebten in Kadzie 33 Menschen.
Bis 1945 war Eichhorst in die evangelische Kirche Groß Arnsdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Stadt Mohrungen eingepfarrt.
Heute gehört Kadzie katholischerseits zur Pfarrei der Christkönigkirche Jarnołtowo im Dekanat Morąg innerhalb des Bistums Elbląg, evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Kadzie liegt an einer Nebenstraße, die bei Gumniska Wielkie von der Woiwodschaftsstraße 613 abzweigt und über Budwity bis nach Połowite führt. Auch endet eine von Jarnołtowo kommende Straße in Kadzie.
Einen Bahnanbindung besteht nicht. Von 1893 bis 1999 bzw. 2004 war Pollwitten resp. Połowite die nächste Bahnstaion. Sie lag an der Bahnstrecke Małdyty–Malbork, die nicht mehr existiert.