| 17.10.2026– 23.10. |
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| Heute | WomenEdit im RuhrRevier |
| Heute | Offenes Wiki-Treffen in Halle (Saale) |
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| 21.10.2026 | Mit-Mach-Mittwoch im FürthWiki-Laden |
| 21.10.2026 | WomenEdit Berlin im WikiBär |
| 21.10.2026 | Stammtisch Freiburg |
Weitere Veranstaltungen finden regelmäßig in den lokalen Räumen (2026: Berlin, Hannover, Köln, Fürth, Neu-Ulm, München, RuhrRevier) statt. – Es gibt auch eine Liste für internationale Events.

Projekte:
Hochschullehre | Jüdische Frauen im Widerstand | Queer | Einleitung und Artikelstruktur | Brasilien
Portale: Hochschullehre | Gartenbau | Künstliche Intelligenz | Oberpfalz | Kirgisistan | Internet

Ist zwar etwas aus der Mode gekommen, aber für den nicht den modischen Trivialitäten hinterher laufenden Teil der Wikipedia ist dieses Motto immer noch aktuell. Klar, wenn einem Rudolf eine gelbe Karte in die Hand drückt, auf der steht Alles ist legal, alles ist sauber, alles ist Schweiz, muss man aufpassen, dass nicht die Spötter aus dem vermüllten Berlin oder die vom Schauspiel der Bühnen Bern die Oberhand gewinnen. Denn das Ambiente in diesem Schloss der Suisse Romande ist dem noblen Weltwissen auf hohem Niveau förderlich und der Aufklärung, zumindest der aus dem 18.Jahrhundert, verpflichtet. Das scheint auch das Schweizerische Nationalmuseum so zu sehen und gab sich daher die Ehre, Wikipedia ins Schloss Prangins einzuladen, Helen Bieri Thomson vom Nationalmuseum hieß(ss) Wikipedia jedenfalls herzlich willkommen. Schließ(ss)lich sind die Zeiten politisch gesehen unberechenbar, unsicher, und so dürfte Wikipedia, was das Weltwissen betrifft, ganz im Sinne der Voltairschen Aufklärungsphilosophie ein Fixpunkt sein, ein Anker einer unabhängigen Auffassung von Wissen. Also trafen sich, von Wikimedia CH organisiert, 17 Autorinnen und Autoren, die sich, durch das Schloss und seinen Ausstellungen frei bewegend, über die finanzielle Verwicklung der Schweiz im internationalen Sklavenhandel bis ins 19. Jahrhundert informieren und durch einen wissenschaftlichen Vortrag von Matthieu Pery, dem Ko-Kurator dieser Wanderausstellung, vertiefen konnten. Und sie erkannten, dass nur die Ausbeutung dieser Menschen die Herstellung der teilweise wunderschönen Indiennes, also der bedruckten und gefärbten Baumwollstoffe, ermöglichte. Doch ein solches Gebäude wie das Château Prangins muss auch unabhängig von der jeweiligen politischen Lage gewürdigt werden, denn abseits aller Politik und Missachtung der Menschenrechte ist neben den üblichen Prunkräumen ein Garten immer etwas Besonderes und Versöhnliches. Der Gemüsegarten als kleines Paradies, ist übrigens Voltaire zu verdanken, der der Ansicht war, dass Prangins zwar ein wunderschönes Schloss sei, aber keinen Garten habe. Nach diesen Lumières musste der Bankier Baron Louis Guiguer (ja, die Schweiz!) einfach handeln, und sein Château wandelte sich endgültig von der Trutzburg zum Lustschloss. Aufklärung und Gemüsegarten sind hier eine gelungene Kombination, der die WikipedianerInnen nicht widerstehen konnten. Zudem die sachkundige Führung der Gartenchefin Armelle Rochat (wie, kein Wikipediaartikel?) den Aufenthalt in diesem herbstlichen Paradies mit weiterem Weltwissen veredelte. Das bewährte Wikimediaformat "GLAM-on-Tour" hat erneut bewiesen, dass gerade in unsicheren Zeiten Wissen, durch Inaugenscheinnahme vertieft, unverzichtbar bleibt. Sc 16.10.
Zur Info für alle, die auf der Seite Vorlage Diskussion:Infobox Fluss nicht mitlesen, sich aber dennoch gerne mit fließenden Wassern beschäftigen. Nach einiger Vorbereitung und Ruhezeit habe ich für die Darstellung der Karten in der {{Infobox Fluss}} eine Neuimplementierung gewagt. Anlass waren die unter dem Parameter ANMERKUNGEN eingefügten {{Positionskarte}}n mit der redundanten Wiederholung der Quell- und Mündungskoordinaten. Dafür war der Parameter mE nicht vorgesehen. Weitere Option sind die Möglichkeiten von Kartographer. Die Implementierung wählt nun maximal ein der drei Möglichkeiten für eine Karte aus, und zwar in der Reihenfolge
Mehr in der Vorlagendoku.
Noch habe ich bloß die Vorlage geändert und in den Flussartikeln nur exemplarische Anpassungen gemacht. Es lässt sich also auch wieder rücksetzen. Feedback berücksichtige ich gerne, zurück mag ich eher ungerne. Betrachtet das gerne als Vorschlag zum Angreifen. Wenn der Wirbel sich gesetzt hat, sollten die Positionskarten unter ANMERKUNGEN entsprechend umgebaut werden, dabei ist Mapframe die Variante, die ein Vergrößern der Karte und ein Navigieren in der Karte unter Mitnahme der Punkte erlaubt (im Gegensatz zu den statischen und nicht vergrößerbaren Positionskarten). Die von der Infobox generierten MAPFRAME-Karten beziehen sich tw. auf Daten aus Wikidata, nämlich die Städte entlang eines Flusses und die durchflossenen Seen, die in der Karte zum Flussverlauf (aus OSM) mit angezeigt werden. Als Bsp vielleicht die Donau:

Die Endkoordinaten stammen dabei aus der Infobox, der Rest aus Wikidata. Diese Darstellung erlaubt die Konsistenzprüfung des Verlaufs auf OSM gegen die Koordinaten in der Infobox, und eine Kontrolle der Städte und Seen im Flussverlauf. Hier habe ich versucht, einen Kompromiss zwischen wichtigen Informationen und Übersichtlichkeit sowie Aspekten der Ladezeiten zu finden. Beim ersten Laden einer Seite kann der Aufbau der Mapframe-Karte in bisschen dauern, sollte aber dann meist im Cache verfügbar sein. hp 16.10.

Nun kommt meine Reise gemächlich zu Ende und ich kehre zu meinem geliebten Artikelnamensraum heim, kraule den ergrauten Hund, schneide die Weinreben zurück, schüttel die Olivenbäume und pflanze ein paar Kornblumen. Damit höre ich aber auch schon auf mit der Allegorie und möchte die erschlichene Aufmerksamkeit ausnutzen, um meinen Dank an die vielen guten und lieben Kolleginnen und Kollegen richten. Denn wie bei meiner letzten Kandidatur angekündigt, werde ich bei der kommenden Wahl im November nicht mehr kandidieren. Über die Jahre seit 2014 habe ich die einmalige Gelegenheit gehabt, mit 50 Menschen regelmäßig zusammen zu arbeiten, sie näher kennen- und (bis auf ganz wenige) auch schätzenzulernen. Ich danke euch herzlich für die gute Zusammenarbeit.
Sich mit überwiegend längerfristigen Konflikten anderer Menschen auseinanderzusetzen mag einem ja zunächst einmal nicht als nächstbeste Freizeitbeschäftigung erscheinen, aber der Lohn ist unschätzbar. Ich kann nur empfehlen, es mal auszuprobieren. Wir pflegen einen sehr freundschaftlichen Umgang miteinander. Denen, die bereits im Schiedsgericht gearbeitet haben, möchte ich eine Rückkehr ans Herz legen. Wir brauchen Freiwillige, die dieses Projekt als Schiri oder als Admin unterstützen möchten. Als Schiri ist meines Erachtens nach Teamfähigkeit eine wünschenswerte Eigenschaft, denn wir versuchen Entscheidungen im Konsens zu entwickeln. Viel Wikipedia-Metaerfahrung ist nicht unbedingt bei allen Interessierten notwendig, denn die Gruppe bringt davon schon einiges mit und kann bei Bedarf gerne helfen. Schön wäre es, wenn wir die Diversität in Hinblick auf Alter, Geschlecht, Orientierung, usw. erhöhen könnten. Traut euch! Und wenn ihr unsicher seid, schreibt einfach Benutzer:Schiedsgericht eine Wikimail.
Durch wohlüberlegte Veränderungen an Konfliktparametern wie Teilnehmerkreis, Umgang und Interessen kann der Verlauf von Konflikten zum Besseren beeinflusst werden. Das gelingt nicht immer, aber immer öfter. Seit der Entstehung des Schiedsgerichts 2007 haben sich die Maßnahmen von einfachen Sperren in eine Richtung bewegt, bei der Probleme zielgenau und verhältnismäßig an der Ursache behandelt werden, ohne die Auswirkungen auf unser Projekt aus den Augen zu verlieren. Das System der Auflagen wurde eingeführt und fortlaufend weiterentwickelt, um einerseits das problematische Verhalten zu mindern und andererseits den von Auflagen betroffenen Menschen eine Chance zur Umkehr zu bieten. Auch wird bei jedem Konflikt geprüft, wie vereinbar die Forderungen der Streitenden und wie verhärtet ihre Gefühle sind und ob somit eine Form der Einigung möglich ist. Dafür sind leider nur wenige langfristige Konflikte geeignet, aber ich freue mich umso mehr, wenn es denn mal wieder klappt. Das deutschsprachige Schiedsgericht ist zudem das einzige Schiedsgericht in der gesamten Wikimediawelt, das persönliche Gespräche mit den Beteiligten führt, die letztlich in einem Interessenausgleich enden können und auch geendet haben.
Auch möchte ich mich bei allen Konfliktbeteiligten und Beistehenden bedanken, die an einer Lösung von Konflikten mitgewirkt haben. Durch die gemeinsame Anstrengung wird die Wahrscheinlichkeit von fortgeführter Verletzung, Vernarbung und Meidung gesenkt. Wir haben hier eine große Gemeinschaft von intelligenten, neugierigen, gebildeten, altruistischen, diskussionsfreudigen und besserwisserischen Menschen - und das ist ein Schatz. Nun, mein herzliches Dankeschön an euch Alle für eure Lesezeit und das über die Jahre geschenkte Vertrauen, ghi, 5.10.

Es ist wieder Nobelpreiswoche! Nerdigste Themen und Personen kommen von einem Moment auf den anderen plötzlich für einen kurzen Zeitraum zu verdientem Ruhm und Aufmerksamkeit. Journalisten suchen händeringend nach einem schnellen Zugang zum Thema. Neugierige brauchen Futter um zumindest zu erahnen, was das nun wieder ist. Unser enzyklopädischer Job ist es, in aller Ruhe die nötige Info zu liefern. Aber, haben wir die Relevanz der Personen erkannt? Fand sich jemand, die Informationen hier zusammenzutragen? Jedes Jahr aufs Neue eine echte Herausforderung. Eine Information, von der man eben noch nicht wusste, dass sie dringend gebraucht wird, wird nun in großer Zahl abgefragt. Der enzyklopädische Elchtest schlechthin.
Ob wir liefern können, liegt am Engagement derjenigen, die zu den fraglichen Personen und den entsprechenden Themengebieten in den vergangenen Jahren enzyklopädisch gearbeitet haben. Traditionell stellt sich die Frage: Welche Sprachversion hat zum Zeitpunkt der Verkündung schon etwas parat? Kann die deutschsprachige Version ihre Erfolge der letzten Jahre wiederholen? Außerdem steht die Frage: Wer hat die meisten Artikel in unserer Sprachversion angelegt – wird also Träger des wikipedistischen Nobelpreises der deutschsprachigen Wikipedia? Für alle, die sich fragen, welche Biografien vielleicht noch schnell angelegt werden sollten, sei ein Blick auf das Nobelpreisträgerprojekt von Ephraim33 empfohlen.
Nach zehn Nobelpreisträgern ergibt sich folgender Endstand:
| Platz | Sprachversion | Zahl der Treffer | Treffer heute | Platz Vortag | Endplatz Vorjahr |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Deutsch (de) | 10 | + 2 | 1 | 2 |
| 1 | Englisch (en) | 10 | + 2 | 1 | 1 |
| 3 | Arabisch (ar) | 8 | + 2 | 3 | 8 |
| 4 | Ägyptisches Arabisch (arz) | 7 | + 2 | 7 | 4 |
| 4 | Japanisch (ja) | 7 | + 1 | 3 | 9 |
| 4 | Portugiesisch (pt) | 7 | + 1 | 3 | 4 |
| 7 | Französisch (fr) | 6 | + 0 | 3 | 3 |
| 8 | Persisch (fa) | 5 | + 1 | 11 | 9 |
| 8 | Polnisch (pl) | 5 | + 0 | 7 | 9 |
| 8 | Russisch (ru) | 5 | + 1 | 11 | 4 |
| 8 | Ukrainisch (uk) | 5 | + 0 | 7 | 14 |
| 8 | Chinesisch (zh) | 5 | + 0 | 7 | 4 |
| 13 | Italienisch (it) | 4 | + 0 | 11 | 14 |
| 14 | Spanisch (es) | 3 | + 0 | 14 | 9 |
| 14 | Hebräisch (he) | 3 | + 0 | 14 | 14 |
| 14 | Koreanisch (ko) | 3 | + 1 | 17 | 14 |
| 14 | Niederländisch (nl) | 3 | + 1 | 17 | 14 |
| 14 | Schwedisch (sv) | 3 | + 0 | 14 | 9 |
| 19 | Belarussisch (be) | 2 | + 0 | 17 | 21 |
| 19 | Bengalisch (bn) | 2 | + 1 | 24 | 32 |
| 19 | Katalanisch (ca) | 2 | + 0 | 17 | 21 |
| 19 | Tschechisch (cs) | 2 | + 0 | 17 | 21 |
| 19 | Einfaches Englisch (simple) | 2 | + 0 | 17 | 14 |
| 19 | Türkisch (tr) | 2 | + 0 | 17 | 21 |
| 19 | Vietnamesisch (vi) | 2 | + 1 | 24 | 32 |
Weitere 31 Sprachversionen haben je einen Treffer.
In der de:wp wurden die zehn Artikel von folgenden Nutzern angelegt:
| Platz | Benutzer | Zahl der Treffer | Treffer heute | Platz Vortag | Endplatz Vorjahr |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Drahreg01 | 3 | + 0 | 1 | 2 |
| 2 | Claude J | 2 | + 0 | 2 | 1 |
| 2 | Ephraim33 | 2 | + 1 | 3 | - |
| 4 | Schweißer | 1 | + 0 | 3 | - |
| 4 | Sicherlich | 1 | + 1 | - | 3 |
| 4 | Talinee | 1 | + 0 | 3 | - |

Wie bereits zum Abschluss des ersten und des zweiten Quartals berichtet der Autor dieser Zeilen nun auch über die weitere Entwicklung der Artikelauszeichnungen des dritte Quartals des Jahres – und tatsächlich geht es weiter voran und insbesondere bei den Exzellenten Artikeln können wir uns über einen Meilenstein freuen: am 21. August wurde mit dem Artikel über das chemische Element Molybdän die 3000.-Marke erreicht. Insgesamt freuen wir uns zum Abschluss des dritten Quartals über bislang 53 Exzellente und 57 Lesenswerte Artikel, womit die Anzahl der neu Ausgezeichneten in der Sommerzeit zwar gegenüber den ersten beiden Quartalen auf nur 7 Exzellente und 12 Lesenswerte abnahm, im Vergleich zum Vorjahr (46 Exzellente, 55 Lesenswerte) jedoch noch immer leicht höher liegt – und das, nachdem wir für das letzte Jahr am Jahresende ein 10-Jahres-Hoch der Exzellenten verkünden konnten. Ich bleibe entsprechend zuversichtlich, dass wir das Niveau halten und wahrscheinlichlich nochmal steigern können.
Das Feld der neuen ausgezeichneten Artikel ist weiterhin sehr breit, obwohl natürlich einige Bereiche hervorstechen, in denen mehr Artikel ausgezeichnet werden. Vor allem Artikel über Spinnen stellen hier die Spitze dar: Im bisherigen Jahr wurden bisher insgesamt sechs Spinnenartikel ausgezeichnet, jeweils zwei pro Quartal und zuletzt die Weißschwanzspinne und die Streifenkreuzspinne. Auch die Reihe der Cricket- und Rugby-Nationalmannschaften bei den Lesenswerten reisst nicht ab und wurde im letzten Quartal um die Rugby-Union-Nationalmannschaften von Paraguay und Taiwan ergänzt. Das inhaltliche Spektrum reichte ansonsten im dritten Quartal bei den Exzellenten vom Tribunus voluptatum und dem irischen Sportler Tom Kiely über die Gefährliche Körperverletzung bis zu den Stratosphärischen Aerosole und den Volksmudschahedin. Bei den Lesenswerten finden sich nun unter anderen Artikel zur Geschichte Mexikos und zur Demografie Grönlands neben mehreren Biografien zu Oluf Vilhelm Falck-Ytter, Emmy Eisenberg und Abolhassan Banisadr und Artikeln über die Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld, das Seilbahnunfall von Cavalese (1976), die Goldene Urne und den Loriot-Sketch Flugessen.
Es ist erfreulich zu sehen, dass es hier immer wieder Autoren und Autorinnen gibt, die Nachschub liefern und ihre geschriebenen und überarbeiteten Artikel zur Diskussion in einer (nicht immer einfachen) Kandidatur stellen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass uns der Nachschub an Möglichkeiten für den Artikel des Tages ausgehen. Vor allem frühe ausgezeichnete Artikel erfüllen heute in der Regel den Ansprüchen an die Auszeichnung und Hauptseitenpräsentation nicht mehr und müssen aufgrund ihrer Beleglage und Aktualität teilweise ausgebaut oder abgewählt werden. Insofern freut es mich, dass der aktuelle Trend weiter anhält und wir weiterhin Nachschub für unsere Schaufensterauslage bekommen. Danke, AR, 1.10

Das Problem
Auf der WikiCon 2026 wurde ausführlich über die letzten Leserumfragen gesprochen. Die Zahlen zeigen es uns. Google, TikTok und YouTube hatten schon zu einem Leserrückgang von 8 % geführt. Jetzt, mit den Auswirkungen von KI, sind es satte 16,6 % weniger Besucher auf den Seiten der Wikipedia.
Die Leser haben sich verändert. Zwar vertrauen uns sowohl Leser wie Nicht-Leser am zweitmeisten (gleich hinter wissenschaftlichen Institutionen), noch vor öffentlich-rechtlichen Medien, Behörden, Zeitungen und deutlich vor der Regierung. Die genauen Zahlen lassen einen aber stocken. Befragte Leser vertrauen uns zu 88 %, befragt man aber alle repräsentativ, sind es nur noch 52,8 %. Am geringsten ist die Zahl ausgerechnet bei den unter 24-Jährigen mit 40 %. Die dauernden Warnungen von Lehrern vor der Wikipedia zeigen wohl Wirkung.

Bei den Jungen ist die Nutzung der Wikipedia auch am geringsten. Zwar kennen uns 96 %, aber nur 9 % nutzen Wikipedia täglich. Bestenfalls wird für die Schule schnell ein Begriff geprüft, das betrifft dann die Einleitung oder ggf. springt man über das Inhaltsverzeichnis zum gesuchten Stichpunkt. Die großen Texte interessieren oft nicht, zumal die Fähigkeit, solche Texte zu lesen und zu verstehen, nachlässt. Für 40 % der Befragten sind wir zu textlastig, 34 % fehlen Bilder und Grafiken.
Zugegeben, in unserer Begeisterung neigen wir dazu, mit Fachbegriffen herumzuschmeißen, ausführlich Dinge zu beschreiben und uns in unserem Wissen und Zahlen zu suhlen. Listen und „zu viele“ Bilder sind unerwünscht, Trivia und Anekdoten umso mehr. Bleiwüsten werden zu selten durch Kapitel strukturiert gegliedert. Wir werden bei unserem Angebot eher als Schulwissensreservoir (Geschichte, Politik, Naturwissenschaften) angesehen. Was junge Leute neben der Schule privat interessiert, glauben sie, nicht bei uns zu finden: Themen wie Influencer, Internet, Social Media, usw. 67 % interessieren sich dafür, nur 14 % nutzen dazu die Wikipedia. Liegt nicht unbedingt an mangelndem Angebot, man verbindet Wikipedia nicht damit. Sichtbarkeit, Aktualität und eine zugängliche Aufbereitung fehlen.
Auf der Suche nach einer Lösung

In der Session auf der WikiCon gab es eine Reihe von Ideen und Vorschlägen zur Lösung des Problems. Manche interessant, manche innovativ, manche stellen altvertraute Regeln in Frage. Na ja, Ideen kennen wir ja. 90 % (gefühlt) werden ausgesprochen und verschwinden in meterlangen Diskussionsbeiträgen wieder. Bei anderen versucht man, ein Meinungsbild aufzustellen und auch hier reihen sich die schriftlichen Diskussionsbeiträge ins Unendliche. Selbst wenn es fertig verfasst ist und sich zehn Unterstützer finden, wird vergessen, die Abstimmung zu starten. Wenn es zur Abstimmung kommt, ist es fraglich, wie viele Wikipedianer davon erfahren und dann teilnehmen. Diejenigen mit viel Zeit, viel Geduld und der Bereitschaft, sich dafür auf Meta statt im ANR aufzuhalten, sind hier klar im Vorteil. Wird es den notwendigen, anstehenden Reformen der Wikipedia gerecht? Kann dieser Aufwand für jeden einzelnen Vorschlag betrieben werden, statt ein geschnürtes Reformpaket auf einen Schlag zu erarbeiten? Wir kommen an die Grenzen der Flexibilität, die uns Diskussionen per schriftlichen Beiträgen bietet. Selbst Online-Diskussionen, wie beim Themenabend, sind zwar unterhaltsam, aber nicht wirklich zielführend. Wir müssen reden!
Und zwar nicht online, sondern von Angesicht zu Angesicht. Es muss die Möglichkeit geben, sich in Diskussionen auch unter den Zuhörern kurz auszutauschen. Es muss möglich sein, bei verzwickten Punkten bei einer Tasse Kaffee am Automaten im Zwiegespräch eine Lösung zu finden. Für diese wichtigen Entscheidungen, die die Wikipedia zukunftsfähig machen sollen, braucht es eine Versammlung. „Reden“ heißt auf Französisch „parler“. Wir brauchen ein „Wikipedia-Parlament“.
Wie könnte das aussehen?
Zuerst auf einer Projektseite Ideen sammeln. Kleine Diskussionsseiten, um Ideen zu formulieren und die Machbarkeiten zu prüfen. Vielleicht auch mit Online-Konferenzen für alle Interessierte. Das aber ohne um das Für und Wider zu diskutieren und sich gegenseitig in Endlosdiskussionen zu verlieren (Stichwort „textlastig“).
Dann das Treffen im Realleben (In Frankfurt am Main zum Beispiel, Sitz des ersten deutschen Parlaments und Ort der ersten Wikimania). Wer interessiert und stimmberechtigt ist, trifft sich zu einem intensiven Arbeitswochenende. Keine Con, kein Rahmenprogramm, keine Abendveranstaltung.
Samstag bis zum Mittag könnten Arbeitsgruppen die Vorschläge durchdiskutieren und einen Vorschlag erarbeiten. Am Nachmittag treffen sich alle Angereisten zum parlamentarischen Plenum. Die Entwürfe werden vorgestellt und diskutiert, Änderungen sind noch möglich. Am Sonntagvormittag wird dann abgestimmt.
Jene Vorschläge, die bestanden haben, werden dann für (z. B.) zwei Wochen der Community zentral zur Abstimmung vorgelegt. Zustimmung/Ablehnung/Enthaltung, keine Änderungen mehr. Der Hinweis auf diese Abstimmung muss umfassend erfolgen, dass wirklich alle stimmberechtigen Autoren daran, wie am Prozess zuvor, teilnehmen können. Mit dieser Abstimmung werden die neuen Regeln beschlossen… oder auch abgelehnt.
Wir müssen über die Form unserer Artikel reden, über das Prozedere, wie man bei einer Diskussion schließlich zu einem Ergebnis kommt, auch wenn keine Einstimmigkeit herrscht. Wir müssen über die Relevanzkriterien und die Art, wie sie aktualisiert werden, sprechen. Wir stehen vor einem Umbruch, der unvermeidbar ist. Wir müssen mutig sein. Wir müssen bereit sein, alle alten Regeln zu ignorieren und neu zu überdenken. Dafür braucht es einen neuen Weg.
Lasst uns reden! JPF, 21.09.

Der Kurier hatte ja in der letzten Kolumne seinen geneigten Leser*innen versprochen, von den diesjährigen Wiki-Festspielen unter dem altehrwürdigen Dom zu Regensburg zu berichten. In den folgenden Zeilen sollen nun ausgewählte Eindrücke geteilt werden, die beim Besuch im dortigen Schlachthof gewonnen wurden, ergänzt durch einige Auszüge aus der Speisekarte.
Schon auf der Anreise in die Oberpfalz fand sich der Kurier inmitten einer Gruppe singender junger Leute wieder, die offenbar auf dem Weg zu einem TikTok-Influencertreffen waren. Der Kurier überlegte kurz, ob er sich diesen fröhlichen Gesellen anschließen und mit ihnen auf einer Wiese tanzen solle, besann sich dann aber doch auf seine Berichterstattungspflichten und stieg höchst motiviert direkt am Eingang des örtlichen Einkaufszentrums aus.
Von der in einem Reiseführer für den gehobenen Anspruch angepriesenen höchsten Kneipendichten in Europa hat der Kurier leider wenig mitbekommen, auch die offenbar zahlreichen Teilnehmer*innen sind für den Kurier am Wochenende eher unsichtbar geblieben.
Im Rahmen des spätnachmittäglichen Rahmenprogramms hatte sich der Kurier bereits darauf gefreut, mit einem Bus auf Tour durch die erlesensten Cocktailbars gehen zu können, irgendwie hat er dann aber offenbar doch den falschen Bus bestiegen und dackelte schließlich einer Führung hinterher, im Rahmen derer ein Haufen alte Steine, noch mehr alte Steine und am Ende aufgestapelte alte Steine vorgestellt wurden.
Auf der Suche nach geistiger Anregung probierte es der Kurier schließlich in den regionalen Lokalen, in denen der Aussschank aber gerade offenbar ausgesetzt war, und auch andere angekündigte unkomplizierte Erkundungen beschränkten sich nur auf die Frage, wie man Szenekneipen suchen kann, statt diese auch direkt aufzusuchen.
Von dem hier auszugsweise dargestellten Edel-Buffet für die anwesende Wikipedia-Elite in der VIP-Lounge blieb der Kurier trotz per KI generiertem digitalem Ehrenamtsausweis leider ausgeschlossen, so dass er sich letztendlich doch in der Schlange an der Gulaschkanone anstellen musste.
H. 21. 9.

In meiner Rolle als Kulturbotschafter bin ich seit seiner Gründung Mitglied des Museumsverbands Nordrhein-Westfalen.
Dessen Mitgliederversammlung ist jährlich mit dem Museumsforum NRW verbunden. Während das Motto des Gründungsforums 2023 noch „Aufbruch und Innovation im Museum“ war, ging es diesmal um Kooperation von Museen innerhalb der Regionen und den besonderen Kompetenzen der kleineren, auch von Ehrenamtlern getragenen Museen. Der Museumsverband NRW hat 401 Mitglieder, davon 257 institutionell. Dennoch sind noch 851 Museen nicht Mitglied. Das dürfte auch an deren personeller und finanzieller Ausstattung liegen, wie ich es auch im Gespräch mit „meinem“ Heimatmuseum hier in Kinderhaus hörte. „Bei unserer finanziellen Ausstattung ist der Mitgliedsbeitrag schon zu viel.“ „Wer soll sich denn für so ein Museumsforum frei nehmen und wer zahlt die Spesen?“
Der Museumsverband NRW trägt sich nicht nur aus den Mitgliedsbeiträgen, sondern wird auch gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und den beiden Landschaftsverbänden LVR und LWL. Dass diese selbst Träger eigener Museen sind und damit auch in einem eigenen Spannungsverhältnis zu den anderen Museen stehen, halte ich persönlich für eine sehr interessante Konstellation, zumal wenn es um Diskussionen geht, welche Museen man noch braucht, oder welche Förderung, aus welchen Töpfen auch immer, man diesen noch zukommen lassen will.
„Museen verbinden: Region und Tourismus“ als diesjähriges Motto macht da also durchaus Sinn. Dabei holte man sich auch Impulse aus anderen Bundesländern. Das Oderbruch Museum Altranft berichtete, welchen Beitrag dort zur Kultur für Regionalentwicklung beigetragen wird. Und der Museumsverbund Ostfriesland erklärte seine Rolle als Kulturakteur in seiner Region.
Das Format „Walk & Talk: Schaufenster NRW“ wird schon seit dem ersten Museumsforum realisiert. Sechs Museen oder regionale Formate stellen sich vor. Das Plenum wird in Gruppen aufgeteilt und nach einem Zufalls- und Rotationsprinzip hat jede Gruppe die Chance sich für jeweils eine halbe Stunde mit drei von diesen Museen auszutauschen. Vertreten waren: 1. Das Neanderthal Museum mit seiner Erlebniswelt. 2 Das Kombiticket Kunstmuseen Niederrhein für das Museum Schloss Moyland, das Museum Kurhaus Kleve, das B.C. Koekkoek-Haus, Kleve und das Museum Goch. 3. Das Deutsche Klingenmuseum, Solingen. 4. Das Siegerlandmuseum. 5. der WasserEisenLand e.V. der Industriekultur in Südwestfalen. 6. Das Marta Herford. 7. Das MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln und 7. Das Kulturmarketing Petershagen.
Das Kombiticket ist jetzt meiner Meinung nach nicht die Neuerfindung des Rades, für mich trotzdem interessant zu erfahren, wie kompliziert die Implementierung bei unterschiedlichen Entscheidungsakteuren in den verschieden Institutionen ist. Die Festlegung eines über den Jahreswechsel gehenden Abrechnungszeitraums und der Aufteilung bei unterschiedlich hohen Eintrittsgeldern sein kann. Das Klingenmuseum berichtete über seine Rolle als Ausrichter der internationalen Messe KNIFE und das Stadtmarketing Petershagen erzählte, wie es in der nordrhein-westfälischen Randlage, vielleicht weit-ab vom landespolitischen Schuss sieben Einrichtungen an sieben Standorten zu einer nach innen und auf die Region bezogenen Identität zusammenschweißt, Gelder aus der EU-Leader-Förderung einwirbt und zur Unterstützung und Vernetzung des örtlichen Ehrenamts beiträgt.
Der Vertreter von Tourismus NRW e.V. war wie fürs Stereotyp getypecasted, der Vortrag hörte sich an wie ein Werbetext für NRW und dennoch, oder gerade deswegen, gelang es ihm, die Bedeutung der Museen als Standortfaktor für die Anwerbung von Fachkräften und auch für die Attraktivität des Reiselandes NRW hervorzuheben. Und sein Beispiel mit dem RE 1 (Rhein-Hellweg-Express), wo sich an jedem Halt in fußläufiger Entfernung ein Museum befindet, war erhellend und aufmunternd.
Ein Podium mit dem Schwerpunktthema Heimatmuseen rundete den ersten Tag ab. Mein Hinweis in der anschließenden Diskussion, dass beim Verweis auf die Schwierigkeiten durch den Demografischen Wandel, das Augenmerk zu einseitig auf die Altersstruktur gerichtet ist und die soziologischen Aspekte hinsichtlich unserer bunter gewordenen Gesellschaft weder in der Personalstruktur der Museumsmacher in den kleinen regionalen Museen, noch in deren Inhalten kaum Niederschlag gefunden hat, wurde als wichtiger Aspekt anerkannt, den es in Zukunft weiter zu beachten gelte.
Der zweite Tag begann mit Workshops, an denen ich mich nicht beteiligte. Der Museumsverband bietet auch unterjährig Online-Stammtische, Exkursionen und Seminare an. Diese sind in der Regel sehr spezifisch auf Museumsmacher ausgerichtet, so dass ich mich bis auf wenige Ausnahmen, bei den Online-Formaten, nicht beteiligt habe. Dies galt auch bei den Workshops auf dem Museumsforum. Es wurden aber auch Führungen angeboten, so dass ich an der Kombiführung durch das Städtische Museum Herford und dem Archäologischen Fenster am Münster (AFAM) teilnahm. Es war keine klassische Museumsführung (wir zeigen, was wir haben) sondern eine Führung über was die beiden Standorte waren, wer sie bespielte, wie die Akteure wechselten und wo sie heute in der Stadtgesellschaft stehen und weshalb man manchmal gar nicht so gerne heißt wie man heißt.
Im abschließenden Podium stellten sich nochmals vier regionale Netzwerke vor. Das Netzwerk Bergische Museen e.V.: Es umfasst 30 Museen. Davon sind 15 ehrenamtlich geführt, vereinsgebunden. Das Netzwerk wird von zwei Personen geleitet. Eine organisiert die interne Kommunikation, die andere ist verantwortlich für Social Media. Es gibt mehrere Projektteams, die sich hauptsächlich online austauschen. Für Förderanträge zeichnete früher die jeweilige Kommune des jeweiligen Museums verantwortlich, jetzt geschieht dies mit Unterstützung des Netzwerks. Die Museumsinitiative OWL e.V. hat 130 Mitglieder. Sie entstand als informeller Zusammenschluss 2004. Vom kleinen Heimatmuseum zu großen LWL-Museen und dem Marta. Organisiert werden gemeinsame Workshops. Während in der Anfangsphase noch das Prinzip „die Großen zeigen den Kleinen, wie es geht“ vorherrschte, wird heute viel mehr auf die kleinen Museen gehört, weil die näher am Besucher sind. Die Museen des Niederrheinischen Limes haben sich vernetzt um nach außen hin mit einem einheitlichen Erscheinungsbild aufzutreten. Eine teilweise Ausnahme ist das Römermuseum in Xanten. Aber alle sind eingebunden in ein gemeinsames Radwegenetz und werben somit für die Nachbarmuseen. Die RuhrKunstMuseen sprechen sich untereinander ab um gemeinsame Themen und Ausstellungsprojekte zu realisieren. Das geschieht innerhalb der Strategie Ruhr, wo die Frage, was soll das neue Image des Ruhrgebiets sein, gearbeitet wird. Themen wie Bildung und Vermittlung werden so auch für kleine Museen ermöglicht, wie sie im Ruhrgebiet vielerorts, entstanden aus Sammlungen ehemaliger Arbeiter an stillgelegten Industriestandorten, zu finden sind.

Der Tag klang aus mit der Jahreshauptverhandlung des Museumsverbandes. Wie die meisten solcher Mitgliederversammlungen eine dröge, nach den Vorschriften des Vereinsrechts ablaufende Veranstaltung. Wenn es keine internen Kontroversen gibt und keine Kampfkandidaturen, ein Routinedurchlauf. Die Wahl des neuen Vorsitzes steht noch aus. Auch hier zeigt sich wieder die Problematik des Ehrenamtes, besonders bei Menschen, die noch voll im Beruf stehen, mitten in ihrer Karriere, wenn ein neuer Karriereschritt nicht mehr die notwendige Zeit für weitere Aufgaben zulässt. Die Berichte aus den Arbeitskreisen haben mir gezeigt, wo wir als Wikipediafreiwillige, GLAM-Mitarbeiter, oder auch bei den KuWikis Anknüpfungspunkte finden könnten unser KnowHow zu teilen, oder auch Museumsmenschen dazu zu bewegen, in unseren Projekten aktiv zu werden. Beim Arbeitskreis Voluntariat, dem Netzwerk Young Professionals, oder dem Arbeitskreis Dokumentation & Sammlung.

Was haben mir jetzt die beiden Tage gebracht? Was konnte ich in den zwei Tagen einbringen? Bei den Organisatoren des Museumsverbandes bin ich inzwischen ein bekanntes Gesicht. Ich repräsentiere dort die Wikipedia. Genau das, was wir mit dem Kulturbotschafter wollten. Das hat nichts mit mir persönlich zu tun. Das könnte jeder oder jede andere Wikipedianer/in auch. Und ich kenne viele Wikipedianer und Wikipedianer, die das anderenorts, als Kulturbotschafter, aber auch einfach nur als lokaler oder lokale Aktivist/in auch machen. Notwendig ist nur ein Mindestmaß an Selbstverpflichtung auch längerfristig bei einer Sache zu bleiben. Steter Tropfen höhlt den Stein. An der Uni nannten wir das damals Gesichtsmassage, wenn es darum ging, sich selbst bei den Prüfern im Gedächtnis zu halten. Es ist Lobbyarbeit auf lokaler Ebene.
Mein erster Kontakt beim Programmpunkt „Ankommen und Netzwerken“ war mit den Menschen vom Kulturmarketing Petershagen. Keine reinen Museumsmenschen. Stadtverwaltung. Aber sich ihrer Randlage sehr bewusst. Ich erzählte ihnen, was ich so in der Wikipedia mache. Commons, Wikidata, meine Kaninchenlöcher. Und immer wieder zeigt sich, dass das Wikiversum in seinen weiten Möglichkeiten da draußen nicht bekannt ist. Ich erzählte von Stammtischen und unseren GLAM-Aktivitäten. Mußte aber auch feststellen, dass ich als Ehrenamtlicher aus Münster dort nicht viel ausrichten kann. Für die OWLer ist Petershagen schon fern, wenn man sich sonst mehr rund um Bielefeld orientiert. Also hier mal ein Anstuppser nach Hannover. Oder nach Bremen (ja, ich habe mir die Seite angeschaut). Immerhin sind die Menschen aus Petershagen auch mal bis an die Küste gefahren um ihr Auskommen zu haben.
Ähnliche Gespräche kamen immer wieder auf. Die Klassiker, dass die Edits der Museumsfachleute zurückgesetzt wurden, man aber auch nicht wusste, wie man darauf reagieren kann.
Wir haben zwischenzeitlich immer mehr Formate, in denen wir als Wikipedianer mit unseren Nutzern in Kontakt treten können. Nutzt sie und beteiligt Euch. Überlegt Euch, ob man andere Formate, z. B. unsere Stammtische mehr für Externe nutzen kann. Und sei es nur die Mitarbeiter des Museums, das man am Nachmittag besucht hat, oder die Stadtführer abends zum Stammtisch einzuladen.
Dazu bedarf es keines Kulturbotschafters. Aber wenn Ihr etwas dickere Bretter bohren wollt, dann kann es helfen, sich untereinander zu vernetzen und regelmäßig auszutauschen. Mein Bericht hier zeigt, die Museumsleute machen das auch.
Der nächste Kulturbotschafter-Jour-Fix ist am 15. September um 18:00.W. 10. 9.



3. September 2026, Kongresshaus Zürich
Hinter der Bühne, im Backstage-Bereich des Kongresshauses Zürich, bekomme ich eine Liste „in die Hand“, darauf stehen die Namen der diesjährigen Ig-Nobelpreisträger:innen – noch bevor das Publikum sie kennt.
Mein Auftrag als Wikipedianerin: zuhören, beobachten und die Liste der neuen Preisträger:innen während der Show für Wikipedia zu ergänzen, oder auch nicht. Eine ziemlich ungewöhnliche Art, einen Abend zu verbringen.
Denn bei den Ig-Nobelpreisen ist vieles etwas anders, geht es nicht um den Nobelpreis – sondern um Forschung, die zunächst zum Lachen bringt und danach vielleicht zum Nachdenken. Ausgezeichnet werden Forschende, die sich mit Fragen beschäftigen, die absurd, kurios oder auf den ersten Blick völlig nebensächlich erscheinen. Physik, Bodenwissenschaften, Technologie, Frieden, Olfaktorische Wahrnehmung, Biologie, Chemie, Medizin und Wirtschaft – die Themen sind so vielfältig wie die Wege, auf denen man zu ihnen gelangen kann.
Und genau darin liegt der Charme: Hinter einer scheinbar verrückten Fragestellung steckt echte wissenschaftliche Arbeit.
Die Zeremonie ist entsprechend inszeniert. Alles ist gut durchgetaktet – aber nie so sehr, dass das Publikum nicht ausreichend Zeit zum Lachen, Staunen und Applaudieren hätte. Papierflieger segeln durch den Saal. Die Preisträger:innen erscheinen in Kostümen, die zu ihren jeweiligen Forschungsgruppen passen. Es ist wissenschaftlich, absurd, verspielt und gleichzeitig erstaunlich ernsthaft.
Während auf der Bühne die ausgezeichneten Forschenden aus aller Welt ihre Arbeiten vorstellen, sitze ich mitten im Geschehen und ergänze die Ig-Nobelpreisträger:innen-Liste 2026 auf Wikipedia. Menschen aus Australien, Brasilien, China, Kanada, Saudi-Arabien, der Schweiz und viele weitere Menschen-Länder sind vertreten.
Dabei wird schnell klar: Die Ig-Nobelpreise wollen Wissenschaft nicht lächerlich machen. Im Gegenteil. Sie zeigen, dass Wissenschaft manchmal dort beginnt, wo eine Frage so seltsam klingt, dass man sie eigentlich gar nicht stellen sollte.
Oder gerade deshalb stellen muss, spielerisch. Die Veranstaltung schafft es, diese Idee wunderbar auf die Bühne zu bringen. Sie ist weit entfernt vom üblichen wissenschaftlichen Ernst, ohne die Forschung selbst weniger ernst zu nehmen. Vielleicht ist sie deshalb so befreiend: Für einen Abend darf Wissenschaft einfach kurios, verspielt und ein bisschen kindlich sein.
Und während ich versuche, zwischen Applaus, Papierfliegern und den nächsten wissenschaftlichen Überraschungen die Namen richtig mitzuschreiben, wird mir klar, dass Wikipedia und die Ig-Nobelpreise eigentlich ganz gut zusammenpassen. Denn auch Wikipedia sammelt die Geschichten hinter den Dingen – und manchmal sind gerade die ungewöhnlichsten Geschichten die, die am liebsten weitererzählt werden.
Für mich war es jedenfalls eine besondere Freude, für Wikimedia CH Teil dieser eigenwilligen und stimmungsvollen Show sein zu dürfen. Die beteiligten IG-Nobelpreisträger:innen haben sich über die Teilnahme sehr gefreut und dafür bedankt, dass ihre Forschung dokumentiert und für die Wikipedia festgehalten wird. Eine kuriose Veranstaltung, ein fröhliches Publikum und ziemlich viel Wissenschaft zum Lachen.
Und vielleicht auch ein kleiner Hinweis darauf, dass man eine gute wissenschaftliche Frage nicht immer daran erkennt, dass sie vernünftig klingt. 728Sounds 4. 9.
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Neue Runde, neues Glück! 16 Autoren haben insgesamt 24 Artikel anlässlich des 45. Schreibwettbewerb überarbeitet oder neu angelegt und während die Jury momentan ihre Favoriten in den drei Kategorien kürt, ist es an Euch, den Publikumspreis zu vergeben! Wer seine Favoriten gefunden hat, kann bis zu drei Stimmen (nicht gehäufelt) per E-Mail abgeben. Stimmen können bis zur Verkündung des Gesamtergebnisses durch die Jury abgegeben werden. Für alle Autoren des aktuellen Schreibwettbewerbs ist es ebenfalls per E-Mail möglich, sich am Reviewpreis (drei Stimmen, Häufeln möglich) zu beteiligen. G21, 19.10.

Anlässlich der Berlin Science Week mit zahlreichen Angeboten findet in diesem Jahr bereits der 8. Diversithon unter dem Motto „Let's diversify Wikipedia Biographies“ statt. Tragt am 4. November 2026 dazu bei, die Wikipedia diverser zu machen und Frauen und Queers in der Forschung Sichtbarkeit zu verleihen! Im Rahmen der Veranstaltung werden Einführungen in das Arbeiten in Wikipedia angeboten, auf deutsch und auf englisch. Auch für fortgeschrittene Benutzer*innen besteht die Möglichkeit zur Teilnahme – ob online oder vor Ort in Berlin. Es gibt zahlreiche überarbeitungswürdige Artikel und fehlende Biografien, die sich auf eure versierten Beiträge freuen! Auch die Berlin Science Week hat übrigens noch keinen Artikel. Ob der Kürze der Veranstaltung ist keine Förderung für Anreisende beantragt oder geplant. Daher freuen wir uns über eine Remote-Beteiligung erfahrener Wikipedianer*innen, die nicht aus der Region sind. Für die Online-Teilnahme könnt ihr euch hier anmelden. grz 13.10.

Am 19. Oktober 2026 um 19:00 Uhr geht es beim 141. Digitalen Themenabend um technische Wünsche, neue Funktionen und die Frage, wie wir die Arbeit in Wikipedia und anderen Wikis einfacher machen können.
Wer kennt das nicht? Man möchte einen Artikel bearbeiten, stößt aber auf technische Hürden oder vermisst eine Funktion, die vieles erleichtern würde. Doch wie werden aus solchen Wünschen konkrete Verbesserungen? Und warum dauert es manchmal Jahre, bis eine Idee umgesetzt wird? Das Gemeinschaftsprojekt Technische Wünsche von Wikimedia Deutschland und den deutschsprachigen Wikicommunitys hat genau das zum Ziel: technische Hürden abzubauen und die Arbeit in den Wikis zu verbessern. Aber wie funktioniert das Projekt eigentlich? Kann man sich auch ohne technische Vorkenntnisse beteiligen? (Ja!) Und woran arbeitet das Team derzeit?
Beim Themenabend stellt Johannes das Projekt und seine Hintergründe vor. Er zeigt, welche Beteiligungsmöglichkeiten es für alle Communitymitglieder gibt – egal, ob neu oder erfahren, technikaffin oder nicht. Außerdem gibt er Einblicke in die aktuellen Arbeiten an technischen Verbesserungen rund um Einzelnachweise und berichtet über den Stand der Technische-Wünsche-Umfrage 2027. Im Anschluss wollen wir gemeinsam überlegen, welche Themen und Ideen bei der nächsten Umfrage auf die Wunschliste gehören. Auch Fragen, Anregungen und Feedback zu den aktuellen Verbesserungen bei Einzelnachweisen sind ausdrücklich willkommen.
Du hast einen Wunsch für die technische Zukunft der Wikipedia? Dann bring ihn mit! Ob konkrete Idee, alltägliches Ärgernis oder einfach nur Neugier auf die Arbeit des Teams: Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.
📅 Montag, 19. Oktober 2026, 19:00 Uhr. Anmeldung für die Onlineveranstaltung erfolgt wie immer unter WP:DTA. Wir freuen uns auf eure Fragen, Ideen und Wünsche! Salino01 08.10.

Vom 27. bis 30. Dezember 2026 findet die 40. Ausgabe des Chaos Communication Congress (40C3) in der Hamburg Messe statt. Beim jährlichen Treffen der internationalen Hackerszene geht es erneut in zahlreichen Vorträgen und Workshops um technische und gesellschaftspolitische Themen. Wikimedia Deutschland wird beim 40C3 erneut gemeinsam mit FragDenStaat, Code for Germany, dem Temporärhaus und OpenStreetMap im Wikipaka-Habitat vertreten sein.
Wikimedia Deutschland fördert wie in den Vorjahren die Teilnahme von Mitgliedern der Wikimedia-Communitys mit Hauptwohnsitz in Deutschland. Alle Informationen zu Voraussetzungen, Förderumfang und Bewerbung finden sich auf der Förderseite zum 40C3. sandro (wmde), 6.10.
Wikip/medianische Aktivitäten können hier verzeichnet und koordiniert werden: Wikipedia:40C3. Gnom, 9.10.
Die Wiki-Loves-Wettbewerbe 2026 (WLX: Wiki Loves Folklore, Earth und Monuments) sind fast beendet. Es steht noch die Ermittlung der Sieger von WLM aus. Wie immer gilt, nach WLX ist vor WLX. 2027 wird es wieder Sonderpreise geben, der Kurier hatte bereits darüber berichtet. Für die, die die Ausgabe seinerzeit nicht gelesen hatten, weist der Kurier noch einmal darauf hin:

Bei der Motivauswahl sind die Brücken vielleicht das einfachste Thema. Bei Tieren bieten die Verzeichnisse für das immaterielle Kulturerbe eine interessante Auswahl z. B. Gebrauchstiere wie Brieftauben oder Blindenhunde, Pferde in der Reitlehre und bei zahlreichen Umritten, dressierte Tiere in Zirkusvorstellungen (siehe Bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes oder Inventar des immateriellen Kulturerbes von Nordrhein-Westfalen.) Der Kurier weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Essen nicht als Tiere gilt. Ein Experiment ist der WLE-Sonderpreis. Es wird nicht ein Bild prämiert, sondern mindestens zwei Bilder, die ein Schutzgebiet, Naturdenkmal oder Geotop zu verschiedenen Jahreszeiten zeigen. Der Kurier und die WLX-Orga sind sehr gespannt auf die coolen Ergebnisse.
Wir suchen wie jedes Jahr Vorschläge für die folgenden Jahre. Teilt uns eure Ideen, Vorschläge und Wünsche unter Wikipedia:WLX/Sonderpreis mit. Wichtig ist, dass der Sonderpreis nicht regional begrenzt ist, so dass jeder daran teilnehmen kann.Z t 5.10.
Mit-, Ex-, defacto- und inspe-Admins sowie alle, die sich für das Administrieren der Wikipedia interessieren, können sich selbst und ggf. ihre Beiträge ab sofort zur XV. AdminCon vom 26.-28. Februar 2027 in Dresden anmelden. Themen zur freien Diskussion, Workshops, Vorträge gegen Trolle, Referate zu Taktik & Technik, Lightning talks... you name it. Call for Papers (Deadline 01.11.2026), Anmeldung zur Teilnahme (Deadline 20.12.2026). M 2.10.

Die FemNetzCon 2027 findet erstmalig in Österreich statt: vom 23. bis 25. April 2027 im schönen Tirol auf dem Campus der Universität Innsbruck im Agnes-Heller-Haus. Wie bisher ist es eine Veranstaltung, die sich explizit an FLINTA-Personen wendet.
Wir laden euch ein, am Programm mitzuwirken und eure Ideen, Wünsche und Vorstellungen einzureichen. Von Vorträgen, spritzigen Lightning-Talks, Lunch-Meetings, Workshops bis zu Diskussionsrunden ist Vieles denkbar. Der zeitliche Rahmen darf sich zwischen 20 Minuten (Lightning Talks 10 Minuten) bis maximal 60 Minuten (ggf. plus Diskussion) bewegen. Im ersten Schritt reicht eine kreative Ideenskizze oder kurze Beschreibung dessen, was ihr euch vorstellt. Wir wünschen uns Vorschläge und Ideen spätestens bis zum 30. Oktober 2026. Die Sichtung und Auswahl trifft das FemNetzCon-Orga-Team im Rahmen einer Planungssitzung.
Alle Infos zum Mitmachen findet ihr hier.
Wir freuen uns auf feministische Kreativität und viele Ideen. Das FemNetzCon-Orgateam. quirl, 2.10.

Vom 18. bis 21. August 2027 findet in Santiago de Chile die Wikimania 2027 statt. Zum mittlerweile 22. Mal kommen Engagierte der Wikimedia-Projekte aus aller Welt vor Ort und online zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam über die Zukunft Freien Wissens zu diskutieren. Sowohl die Wikimedia Foundation als auch Wikimedia Deutschland vergeben erneut Stipendien für die Teilnahme an dieser internationalen Konferenz:
sandro (wmde), 2.10.
Für meine Masterarbeit im Bereich Soziologie untersuche ich, wie sich freiwilliges Engagement über digitale Plattformen – etwa das Schreiben und Pflegen von Wikipedia-Artikeln – auf unsere sozialen Beziehungen auswirkt. Konkret geht es um die Frage, ob und inwiefern Menschen durch digitales Ehrenamt neue Kontakte knüpfen, bestehende Netzwerke stärken, Vertrauen in andere entwickeln oder ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft empfinden.
Um dies herauszufinden, habe ich eine kurze Online-Befragung erstellt, die ca. 8 bis 12 Minuten dauert. Sie richtet sich an alle, die bereits Erfahrung mit digitalem Ehrenamt haben – sei es als Wikipedia-Editor/in, Administator/in, Übersetzer/in oder in anderer Form.
Alle Angaben werden vollständig anonym erhoben, verarbeitet und ausgewertet. Es werden keinerlei personenbezogene Daten (Name, E-Mail, IP-Adresse) gespeichert, und die Ergebnisse ausschließlich in zusammengefasster Form in meiner wissenschaftlichen Arbeit verwendet. Eine Rückverfolgung eurer Antworten auf euch persönlich ist nicht möglich.
Der Fragebogen ist bis zum 2. November 2026 online: wikimedia.sslsurvey.de/Digitales-Ehrenamt
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr ihn ausfüllt und gerne weiterleitet! Vielen Dank für eure Unterstützung. Sheela Mallebré (WMDE), 1.10.
Offene Geodaten sind eine wertvolle Quelle für Wikipedia, Wikidata und Wikimedia Commons. Um diese Daten zu nutzen, braucht es Wissen in der Benutzung von Geoinformationssystemen. Nachdem es auf der WikiCon 2024 schon eine kurze Workshop Einführung in das Geoinformationssystem QGIS zu dem Thema gab, soll es nun ein komplettes Workshopwochenende zu dem Thema geben. Neben der Einführung in das Geoinformationssystem QGIS geht es darum, welche offenen Geodaten es gibt und wo diese zu finden sind. Außerdem geht es darum, diese Daten für Wikidata aufzubereiten oder Karten mit der Kartographer-Extension für Wikipediaartikel zu erstellen. Außerdem geht es darum, wie man Geodaten unterwegs nutzen kann, um nicht fotografierte Objekte zu finden. Der Workshop findet vom 16. bis 18. Oktober in Fürth statt: Wikipedia:GIS-Workshop 2026 GPSLeo 26.9.

Eine Eule flog in Regensburg gar von Hannover nach Wien, um vom 25.–25. April 2027 schließlich in Innsbruck bei der FemNetzCon 2027 zu landen: die FemNetzCon-Projekteule. Nach ihrer Verleihung auf der WikiCon 2025 in Potsdam war sie nach Hannover in den Lokalen Raum geflogen und hatte sich dort für ein Jahr häuslich eingerichtet. Beim FemNetz-FLINTA-Lunch wurde sie von den Hannoveranerinnen an den Orga-Team-Teil aus Österreich als neue Begleiterin und Zeugin des feministischen Engagements übergeben. Aktuell residiert sie temporär in Wien und schickt fleißig Selfies von ihren kulturellen Aktivitäten in der österreichischen Hauptstadt. Darüber berichten wir laufend auf der Seite WP:WikiProjekt FemNetz/Aktivitäten. Eule und Orga-Team freuen sich derweil schon auf hoffentlich zahlreich eingehende Beitragsideen und perspektivisch dann Teilnahmen aus Österreich. grz, 24.9.26
Die nominierten und tatsächlichen Eulenpreisträger, zum Teil überglücklich, zum Teil sprachlos oder auch nur stolz, bedanken sich bei der EulenAkademie, der Jury, den Nominatoren und den Laudatoren für die Eulen und Ehreneulen sowie bei Benutzerin:Grizma und Benutzer:Seewolf für eine kurzweilige Preisverleihungsveranstaltung. Danke. Ein ausführlicher Bericht der Eulenakademie über die Beeulten findet sich unter Wikipedia:WikiEule 2026. MaB, 22.9.26
Als auf der WikiCon 2026 die Frage auftauchte, wie abhängig Autoren von KI werden könnten, blieb offen, was das konkret bedeutet. Genau damit beschäftigt sich ein außerhalb der Wikipedia entstehendes Projekt. Wir wollen Abhängigkeit und Interdependenz zwischen Menschen und KI untersuchen und Wege entwickeln, KI sinnvoll zu nutzen, ohne dass Abhängigkeit ins Negative umschlägt und etwa bis zur Sucht führen kann.
Geplant ist ein Netzwerk aus Wissenschaft und Praxis, unter anderem mit einer psychiatrischen Universitätsklinik, einem Verlag und einem Schulungsbereich. Ich selbst will dabei eher Anreger und Begleiter bleiben; die inhaltliche Arbeit soll von einem eigenständigen Team getragen werden. Studierende können mit Definitionen, Konzepten und Erprobungen im Rahmen von Qualifizierungsarbeiten beitragen.
Wir nennen das KAIROSKI (Konzepte der Abhängigkeit, Interdependenz, Ressourcen, Orientierung und Selbststeuerung bei Künstlicher Intelligenz). Gespräche während der WikiCon zeigen, dass daran auch mit Blick auf Wikipedia Interesse besteht. Wie groß das Thema bereits ist, wissen wir nicht – Nutzung kann unsichtbar bleiben.
Wer Ideen, Erfahrungen oder Konzepte hat, kann mich ansprechen oder per Wikimail beziehungsweise auf meiner Diskussionsseite schreiben. Dann sehen wir weiter, was davon für Wikipedia nützlich sein kann. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Klaus von Wortulo (Disk.)
Angeblich werden die Relevanzkriterien nach dem Konsens-Prinzip festgelegt. Klingt ja erstmal ganz gut. Aber mit dem einfachen Ablehnen einer Änderung (egal ob es sich um eine Verschärfung oder eine Aufweichung handelt) kann man die ganzen Diskussionen ad absurdum führen. Man muss sich auch nicht durch endlose Argumentationen quälen. Ein einfaches "Dagegen" reicht um, alles abzukürzen. Hat halt der andere Pech gehabt. Oder kurz gesagt, wir können die Diskussionsseite zu den Relevanzkriterien sparen, da sie nur zu nutzlosen Debatten führen, die am Ende nichts bringen. Am Ende kommt einer daher und beruft sich auf fehlenden Konsens. Ende der Diskussion. Die Relevanzkritierien sind ab sofort in Beton gemeißelt. Änderung unmöglich.Ll, 14.9.
Nächstes Wochenende treibt sich der Kurier in der viertgrößten Stadt Bayerns herum. Wer wissen möchte, wie gute Artikel enden sollen, wer über neuzeitliche Entwicklungen diskutieren möchte oder endlich gerne Aufzählungen in Artikeln erweitern möchte, ist auf der WikiCon in Regensburg jedenfalls komplett falsch. Soweit der Kurier einen ersten Eindruck vom angebotenen Programm gewinnen konnte, geht es dort wohl hauptsächlich eher darum andere zu daten (dazu gibt es gleich drei Sessions!) und gemeinsam im Pub abzuhängen. Auf dem Plan stehen 9 Pausen, regelmäßige warme Mahlzeiten und natürlich, wir sind ja schließlich im reichen Süddeutschland, geht es auch ums Erben. Und alles, was der Kurier schon immer über The Wikipedia Library wissen wollte, lässt sich bequem in 15 Minuten abhandeln. Es gibt Atemübungen gegen das Hyperventilieren in Diskussionen und am Samstagabend offenbar irgendeine Art ornithologischer Exkursion. Das berühmt-berüchtigte und äußerst blutrünstige Egoshooter-Game „Kill a wiki“ wird live vor Ort getestet (Eintritt ab 18!) und nach 25 Jahren beschäftigt sich die Community zum allerersten Mal mit den sogenannten Lesern, einer Gruppe von Personen, für die sich der Kurier jetzt nun wirklich noch nie interessiert hat! Da der Kurier nicht von Österreich aus mit Schienenersatzverkehr anreisen muss, ist eine rechtzeitige Ankunft am Buffet garantiert. Gerne wird der Kurier von Freitag bis Sonntag live über die Speisen und Getränke berichten. H., 11.9.
Wenige Tage vor der wunderbaren WikiCon kündigen wir freudig schon das nächste, etwas kleinere Treffen an: Die XV. AdminCon vom 26.–28. Februar 2027 in Dresden, für Admins und an der Administration Interessierte. Es wird wieder viel Diskussionszeit geben, Referate zu Taktik & Technik, und ein feines Beiprogramm. Sperrt euch gleich das Datum, und sammelt eure Themen! M, 10.9.
Wie passt das zusammen?
Am 29. August ging nach 15 Tagen der Sommer-Wartungswettbewerb 2026 zu Ende. In 415 Artikeln, bei denen bisher ein Baustein einen Wartungsbedarf anzeigte, besteht nach diesen Wettbewerb dieser Wartungsbedarf nicht mehr, da der Artikel ausgebaut, aktualisiert etc. wurde (je nach Bedarf). Dazu kommen 322 Artikel, in denen bisher ein toter Link sich befand, der entweder durch einen aktiven ersetzt werden konnte, oder zumindest konnte der Vorschlag des Botes für die Version aus dem Web-Archiv als brauchbar bestätigt werden.
In 19 Teams, entweder mit ein, zwei oder drei Team-Mitglieder, wurde dieses Ergebnis erreicht.
Sieger des Wettbewerbes war das Team DPS, bestehend aus HistorianoftheMarch und Goldmull. Letztere hat bei diesem Wettbewerb unter anderem 17 Listen von Kulturdenkmälern, die bisher unvollständig waren, komplettiert.
Aber es wurde sich auch mit (den Artikel von) Chocolate con Churros und Finlandia Vodka bei diesem Wettbewerb beschäftigt.
Allen Teilnehmern vielen Dank, dass sie ein Stück Wikipedia verbessert haben
Lust, beim nächsten Mal selbst mitzumachen? Am 23. September, dem Herbstanfang, beginnt die Abstimmung über Termin und Bonus-Kategorien des nächsten Wettbewerbes. Unter Wikipedia:Wartungsbausteinwettbewerb/Einladung kann man sich eintragen, um Infos über den Beginn einer solchen Abstimmung oder den Termin des nächsten Wetbewerbes zu bekommen. N., 7.9.
for Aaron Rodgers last stand. Kurz: NFL-Wette 2026 jetzt noch abgeben. Ll, 7.9.
Die US-MitarbeiterInnen der Wikimedia Foundation haben sich in einer geheimen Wahl 158:14 für die gewerkschaftliche Repräsentation ihrer Interessen entschieden. A.K., 5.9.
Das Team Unterstützung und Beratung von Wikimedia Deutschland untersucht 2026 in einer Machbarkeitsstudie, inwiefern ein schriftliches Angebot zur Bearbeitung von Konflikten eine sinnvolle Ergänzung der Beratungsstelle für die deutschsprachige Wikipedia-Community sein könnte. Kennzeichnend wäre, dass ein solches Format einem festgelegten Ablauf folgen und von einer dritten, dafür geschulten Person begleitet würde. Gute Idee oder Sackgasse? Teile mit, was du davon hältst. 10 Minuten, anonym, keine personenbezogenen Daten. Jede Rückmeldung hilft weiter. → zur Umfrage MK (WMDE), 1.9.
Hallo zusammen, wie hier bereits im Juni erwähnt, startet die Banner-Spendenkampagne der WMF morgen in Österreich. Mehr Informationen dazu auf der Community Collaboration Seite. Grüsse, JBrungs (WMF) (Diskussion) 11:32, 1. Sep. 2026 (CEST)