Richard ist ein männlicher Vorname, der auch als Familienname Verwendung findet.
Der Name stammt aus dem Althochdeutschen und ist zusammengesetzt aus den Wörtern rihhi „reich, mächtig“ und hart „stark“. Lateinische bzw. latinisierte Formen sind Ricardus und Richardus.
In Deutschland ist Richard seit mehr als hundert Jahren ein geläufiger Jungenname. In den letzten 10 Jahren wurde er etwa 4.700 Mal vergeben. In Österreich wird der Name seit 1984 jährlich bei der Namenswahl berücksichtigt. Von 1984 bis 2001 gehörte er stets zu den 100 beliebtesten Jungennamen. Im Jahr 2023 belegte er Rang 224. Von 1984 bis 2023 wurden rund 3.300 Jungen so genannt. Der Name kommt in der Schweiz seit 1930 regelmäßig in der Namensgebung vor. Bis 1975 lag der Name durchgehend in den Top-100, danach ging seine Beliebtheit stetig zurück. Von 1930 bis 2023 wurde er circa 7.900 Mal vergeben. Die Vergabe ist auch in Liechtenstein nachgewiesen.
Der Name lag in Frankreich von 1900 bis 2004 durchgehend in den Top-500. Von 1930 bis 1982 befand er sich in den Top-100 der Hitlisten. Von 1930 bis 2023 wurde er rund 80.400 Mal gewählt. In Belgien kommt der Name seit 1995 jedes Jahr in den Hitlisten vor, er gilt als mäßig beliebt. Richard wird in den Niederlanden seit 1930 alljährlich in der Namensgebung berücksichtigt. Zwischen 1951 und 1996 lag der Name stets in den Top-100 und von 1963 bis 1985 in den Top-30. Seine Hochphase unter den 10 beliebtesten Namen hatte er von den späten 1960er Jahren bis 1976. Der Name wurde bis 2023 rund 39.400 Mal gewählt.
In den nordischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden gehört Richard zu den geläufigen Vornamen, die regelmäßig vergeben werden. Der Name wird in Polen seit der Jahrtausendwende fast jährlich vergeben, jedoch in einem geringen Umfang. Die Schreibweise Richárd ist in Ungarn seit dem Jahr 2000 in den Top-100.
Der Name wird in England und Wales seit 1996 regelmäßig vergeben. Bis 1999 lag er in den Top-100 der Vornamenscharts. In Schottland befand er sich von 1935 bis Anfang der 1990er Jahre in den Top-40 der Hitlisten, danach ließ seine Beliebtheit nach. In Nordirland lag der Name von 1997 bis kurz nach der Jahrtausendwende in den Top-100. Der Name Richard zählte in Irland von 1964 bis 1991 dauerhaft zu den Top-40. Seitdem geht seine Popularität zurück.
In den USA gehörte der Name von 1880 bis 1987 durchgehend zu den Top-30 der Vornamenscharts. Von 1921 bis 1970 war er stets unter den 10 beliebtesten Jungennamen anzutreffen. Seit Anfang der 1990er Jahre lässt seine Beliebtheit nach. Der Vorname lag in Kanada von 1920 bis 2001 in den Top-100. Besonders populär war er zwischen 1942 und 1969, als er zu den 10 beliebtesten Vornamen zählte. In Australien hatte sich der Name von 1952 bis 1974 in den Top-30 etabliert. Seitdem geht seine Popularität kontinuierlich zurück. Seit 1998 befindet er sich nicht mehr in den Top-100. Der Name befand sich in Neuseeland von 1900 bis 1932 in den Top-40 und von 1933 bis 1989 in den Top-20. Danach ging seine Popularität stark zurück. Seit 1999 befindet sich der Name nicht mehr unter den 100 beliebtesten Jungennamen.
Die Namenstage von Richard sind der 7. Februar (Richard von Wessex) und der 3. April (Richard von Chichester).