Der Name Manfred ist westgermanischen Ursprungs und lässt sich sowohl im Althochdeutschen (in der alemannischen Schreibweise Manifrit, aber auch Magenfrid, Maginfrid, Meginfrid, Meinfred, Mamfred u. ä.) als auch in anderen altgermanischen Sprachen wie dem Altfränkischen (Monfredus, Menfred), Altsächsischen und Langobardischen (Magnifrid, Magnifret, Manifrit) nachweisen. Er setzt sich aus den Stämmen man (‚Mann‘), vgl. gotisch manna, oder megin, magan (‚Kraft, Stärke‘) sowie frith bzw. fridu (‚Frieden, Schutz‘) zusammen und wird in den Handschriften sehr häufig latinisiert zu Mainfridus oder Manfredus überliefert. Die Bedeutung lässt sich mit „Mann des Friedens“ oder „mächtiger Beschützer“ wiedergeben.
Anders als ähnliche Namen urgermanischer Herkunft ist Manfred heute nur noch im Deutschen und Italienischen (in der Form Manfredo) geläufig und wird auch in verwandten germanischen Sprachen wie dem Englischen oder Niederländischen als typisch deutscher Name wahrgenommen.
Die Popularität des Namens Manfred im deutschen Sprachraum stieg in den 1920er Jahren an. Vom Ende der Dreißiger bis zur Mitte der Fünfziger war der Name fast ununterbrochen einer der zehn häufigsten Jungennamen in Deutschland. Der Name belegte durchschnittlich Rang 12 in den 1930er, Rang 6 in den 1940er und Rang 7 in den 1950er Jahren. Die höchste Platzierung mit Rang 4 erzielte er letztmalig 1954. Ende der Sechziger ging seine Beliebtheit deutlich zurück, seitdem werden kaum noch Jungen Manfred genannt.
In Österreich befand sich der Name von 1984 bis 1996 in den Top-100. Seit der Jahrtausendwende wird er nur noch in einem geringen Umfang vergeben. Von 1984 bis 2023 wurde der Name rund 1.900 Mal gewählt. Der Name Manfred kam in der Schweiz von 1930 bis Ende der 1990er Jahre jährlich in der Namensgebung vor. Zwischen 1933 und 1968 befand er sich in den Top-100. Zwischen 1930 und 2023 wurden circa 4600 Schweizer Jungen so genannt.
In Italien rangiert der Name Manfredo mit mehr als 2100 Namensträgern an etwa 950. Stelle der Namenshäufigkeit und ist am stärksten im nördlichen Mittelitalien (Emilia-Romagna, Toskana, Latium) anzutreffen. In Skandinavien ist der Name unüblich und gehört nicht zum nordischen Namensbestand. In den Niederlanden war er in den 1960er und 1970er Jahren gelegentlich anzutreffen und wird neben Deutschen und Österreichern vor allem mit Menschen verbunden, die von den Niederländischen Antillen stammen. In Frankreich gab es die mittelalterliche Namensform Maynfroi, die bis heute als seltener Nachname (Mainfroy) im Französischen vorkommt. Der deutsche Vorname gehörte im Gefolge des Zweiten Weltkriegs von 1941 bis 1953 zu den Top-200 bzw. Top-400 der Liste vergebener Namen. Der Name lag in der Tschechoslowakei von 1935 bis in die 1970er Jahre ebenfalls häufig in den Top-200.